VERDIENSTORDEN DES LANDES

Manuela Schwesig ehrt Strasburgerin

Am Montag wurden beim Neujahrsempfang der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Neubrandenburg wieder engagierte Bürger mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. Unter ihnen Gudrun Riedel aus Strasburg, die sich seit Jahrzehnten für Menschen in der Region einsetzt.
Tobais Holtz Tobais Holtz
Gudrun Riedel (mit Blumen) wurde von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) beim Neujahrsempfang mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. 
Gudrun Riedel (mit Blumen) wurde von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) beim Neujahrsempfang mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Tobias Holtz
Strasburg.

„Ausgrenzte Menschen zusammenzubringen, ihnen das Gefühl zu vermitteln, gesehen und gebraucht zu werden, war mir schon immer eine Herzensangelegenheit. Das ist es, was mich antreibt, auch als Rentnerin weiterhin ehrenamtlich tätig zu sein“, betont Gudrun Riedel sichtlich gerührt in ihrer Dankesrede. Die Strasburgerin wurde am Montag beim Neujahrsempfang im Neubrandenburger Haus der Kultur und Bildung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) für ihr jahrzehntelanges Engagement mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

Sie hat mit ihren Helfern das Gemeindehaus vor dem Abriss bewahrt

„Sie haben in Ihrem Leben schon viele Frauen, Kinder, sozial schwache Personen und Flüchtlinge, die sich alle aus unterschiedlichsten Gründen in schwierigen Situationen befanden, mit viel Hingabe und innerer Stärke unterstützt, ihnen wieder neuen Lebensmut gegeben“, sagte die Ministerpräsidentin an die Strasburgerin gerichtet. Auch der Erhalt und die Sanierung des alten Gemeindehauses, das bereits kurz vorm Abriss stand, sei Gudrun Riedel und ihren vielen fleißigen Helfern zu verdanken. Menschen aller Altersgruppen und Kulturen hätten gemeinsam tatkräftig angepackt, um dem baufälligen Haus wieder Stück für Stück neues Leben einzuhauchen.

Die Beratungsstelle war eine wichtige Hilfe für Menschen mit Problemen

„Wir wollten gemeinsam ein Zeichen gegen die Hoffnungslosigkeit setzen, die sich leider nach der Wende in den Köpfen vieler Strasburger breitgemacht hat“, erklärt die 64-Jährige zu diesem Engagement. Zudem gebe es in der Stadt zahlreiche Familien, die in einer schwierigen Lage stecken, manchmal schon über mehrere Generationen, weiß die Diplom-Sozialpädagogin. Gerade deshalb sei es ihr ein persönliches Anliegen, dass das zum Jahresende 2018 eingestellte Angebot der von ihr mitgegründeten gemeinnützigen „Evangelischen Beratungsdienste Nordost GmbH“ künftig wieder fortgeführt werden kann. Denn für viele Menschen, die in einer Lebenskrise steckten, Probleme in der Beziehung oder bei der Kindererziehung hatten, war die Beratungsstelle in den vergangenen Jahren eine wichtige Hilfe.

 

 

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