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Mein lieber Storch, die haben ja mal ordentlich hingelangt

Die Störche können kommen, das Nest in Wilsickow steht.

VonFred LuciusEndspurt für die Mitglieder des Storchenhofes Papendorf: Sie sind fast fertig mit dem Aufstellen neuer Storchennester. In Wilsickow musste der ...

VonFred Lucius

Endspurt für die Mitglieder des Storchenhofes Papendorf: Sie sind fast fertig mit dem Aufstellen neuer Storchennester. In Wilsickow musste der Verein zweimal anrücken.

Wilsickow.Nun ist auch die „Wohnung“ für die Adebare in Wilsickow hergerichtet. Allerdings bedurfte es dafür eines zweiten Anlaufes. Eine abgestorbene Pappel am Dorfrand, auf der der Storchenhof Papendorf ein Nest installiert hatte, krachte nur einen Tag nach dem Aufstellen um. Der Baum war im Inneren hohl. „Wir haben uns ganz schön erschrocken. Als wir das Nest aufbauten, war davon nichts zu merken. Der Baum sah noch richtig kernig aus“, sagt Vereinschef Jens Krüger. Nun hieß es, schnell zu handeln. Sind doch schon etliche Rotschnäbel in der Region angekommen. In Wilsickow hat im vergangenen Jahr ein Storch gebrütet, der 2008 als Pflegestorch in Papendorf war und dort beringt wurde.
Zum zweiten Termin rückten jetzt neben den Vereinsmitgliedern Jens Krüger und Mirko Niklas die Mitarbeiter Bernd Wohlgemuth, Jürgen Treß und Bernd Rieck von der Firma Kolodzik Anlagenbau Pasewalk mit Technik an. Mit einem Tieflader wurde der zehn Meter lange gut eine Tonne schwere Betonmast herangefahren. Das Nest und die Unterlage dafür hatten die Vereinsmitglieder schon vorbereitet. Mit einem XXL-Bohrer wurde schließlich auf dem Grundstück von Vereinsmitglied Jörg Westphal ein Loch gebohrt, anschließend mit einem Kran der Mast dort hinein bugsiert. Bezahlt hat das Aufstellen, 750 Euro, der Naturschutzbund Brandenburg. „Der Mast in Wilsickow ist der vorletzte, den wir in diesem Jahr aufstellen. Geplant ist noch ein Nestaufbau in der Gemeinde Groß Spiegelberg“, erläutert Vereinschef Jens Krüger. Auf Bitten der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises hat der Storchenhof Papendorf auf der Insel Usedom einige Nester erneuert. Ziele der Nestertour auf der Insel waren die Orte Görke, Zirchow, Labömitz und Reestow. „In Labömitz traf der Storch gerade ein, als wir den alten Horst abtrugen. Als wir mit der Hebebühne weg waren, ist er gleich auf seinem Nest gelandet“, erzählt Krüger. In der Uecker-Randow-Region wurden in Caselow und Sandförder neue Nester installiert. Im vergangenen Jahr hat der Papendorfer Verein 15 Nester erneuert – auch in Glasow, wo in diesem Jahr der erste Storch gesichtet wurde. „Durch die große Zahl erneuerter Nester 2012 sind wir beim Ausbau auf einem ganz guten Stand“, sagt Jens Krüger.