AUSBILDUNGSMESSE

Messe bringt Firmen und junge Leute zusammen

Im Pasewalker Kulturforum konnten sich am Sonnabend Schüler und Eltern über eine Reihe von Berufen informieren. Auf der 14. Ausbildungsmesse wurde deutlich, dass Firmen und Einrichtungen Nachwuchs suchen.
Carmen Brickmann (2. v. r.) und Azubi Lara Hänsel (r.) berieten am Stand der Sparkassen über die Ausbildungsmög
Carmen Brickmann (2. v. r.) und Azubi Lara Hänsel (r.) berieten am Stand der Sparkassen über die Ausbildungsmöglichkeiten in dem Geldinstitut. Jedes Jahr stellt die Sparkasse vier Lehrlinge ein. In diesem Jahr gab es aber weniger Bewerber als sonst. Fred Lucius
Gut besucht war auf der Ausbildungsmesse auch der Stand der ME-LE Energietechnik GmH Torgelow. Fotos: Fred Lucius
Gut besucht war auf der Ausbildungsmesse auch der Stand der ME-LE Energietechnik GmH Torgelow. Fred Lucius
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Pasewalks Bürgermeisterin Sandra Nachtweih sowie Stadtpräsident Ralf Schwarz (r.) informierten sich an den einzelnen Ständen, hier bei Ronny Janele von der Handwerkskammer. Foto: Fred Lucius
Eine Ausbildung bei der Bundespolizei ist ab 16 Jahren möglich, informierte Polizeihauptmeister Heiko Gersdorf. Foto: Fre
Eine Ausbildung bei der Bundespolizei ist ab 16 Jahren möglich, informierte Polizeihauptmeister Heiko Gersdorf. Fred Lucius
Pasewalk.

Wenn Felix Haß an die Ausbildungsmesse im vergangenen Jahr denkt, hat er gute Erinnerungen. Gleich drei Lehrlinge konnte man dort für die Elektrofirma, die sein Vater Christian leitet, gewinnen. „Das war schon gut. In den Jahren zuvor hatten wir sonst nur einen Lehrling. Wir müssen ausbilden. Auf dem Markt gibt es keine Fachkräfte“, sagt der Pasewalker Elektromonteur.

Mehr junge Leute interessieren sich für technische Berufe

Gute Erfahrungen mit Berufsausbildungsmessen hat auch Svea Koch, Ausbildungsleiterin bei der ME-LE Energietechnik GmbH Torgelow. „Es ist schwierig, geeignete Bewerber zu finden. Durch solche Messen sind wir aber schon zu Azubis gekommen“, meint Svea Koch. Ziel sei es, im Schnitt zwei bis drei Lehrlinge jedes Jahr einzustellen. Eine Zeit lang habe man aber nur einen passenden Lehrling gefunden. Allerdings sei inzwischen der Trend zu erkennen, dass mehr junge Leute sich für einen technischen Beruf interessieren. „Wenn jemand mit schmutzigen Fingernägeln zum Vorstellungsgespräch kommt, muss das kein schlechtes Zeichen sein. Das könnte ja auch darauf hindeuten, dass derjenige gerne herumschraubt“, erklärt die Ausbildungsleiterin.

Nicht alle Lehrstellen konnten besetzt werden

Rund 20 Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen haben sich am Sonnabend im Pasewalker Kulturforum präsentiert. „Auch in Corona-Zeiten müssen wir etwas tun. Es gehen ja weiter Jugendliche von der Schule ab“, meint Pasewalks Bürgermeisterin Sandra Nachtweih, die gemeinsam mit Stadtpräsident Ralf Schwarz die einzelnen Stände besuchte. Aufgrund der Corona-Hygienevorschriften waren maximal 200 Personen im Kulturforum zugelassen. Mehrere Ordner sorgten für Kontrollen.

Kurz vor Bekanntgabe der endgültigen Zahlen ist nach Angaben von Andreas Wegner, Leiter der Arbeitsagentur Greifswald abzusehen, dass zum Ausbildungsstart nicht alle Lehrstellen besetzt sind. Allerdings seien Unternehmen auch jetzt noch bereit, Lehrlinge einzustellen. „Auf einen Bewerber kommen im Kreis 1,5 Ausbildungsstellen“, sagt Andreas Wegner. Es könne sein, dass wegen der Corona-Krise Firmen kurzfristig nicht einstellen. Der Fachkräfte-Mangel sei aber ein langfristiger Fakt. „Bei uns in der Region wird in über 100 Berufen im dualen System ausgebildet. Wegen einer Lehre muss keiner mehr die Region verlassen. Es gibt hier gute Chancen für jungen Leute“, erklärt der Agenturleiter.

Jugendliche interessieren sich für Handwerksberufe

Anders als oftmals vermutet, gibt es unter Jugendlichen durchaus Interesse an Handwerksberufen, macht Ronny Janele, Ausbildungsberater bei der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, deutlich. „Wir sehen das anhand der abgeschlossenen Lehrverträge. Da gibt es ein leichtes Plus. Wegen Corona war das nicht unbedingt zu erwarten“, meint Janele. Allerdings gebe es auch Zweige, wie die Elektrobranche, in der Azubis fehlen. Zu registrieren sei ebenfalls, dass bei Bewerbern oftmals die schulischen Voraussetzungen fehlen, um eine Lehre anzutreten.

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