2. SIEDLUNGSWEG

Millionen-Projekt in Strasburg startet endlich

Das Geld ist da, die Bauarbeiter stehen in den Startlöchern: Nach Ostern beginnen die Arbeiten für eines der größten Projekte in der Stadt in den vergangenen Jahren. Rund vier Millionen Euro sollen im 2. Siedlungsweg verbaut werden.
Fred Lucius Fred Lucius
Etwa bis zur Mitte ist der 2. Siedlungsweg für Pkw befahrbar. Außer für den Lieferverkehr ist die Straße für Lkw  gesperrt. Mit der Erneuerung der Straße werden die Verkehrsinseln entfallen.
Etwa bis zur Mitte ist der 2. Siedlungsweg für Pkw befahrbar. Außer für den Lieferverkehr ist die Straße für Lkw gesperrt. Mit der Erneuerung der Straße werden die Verkehrsinseln entfallen.
Die Stadt hatte vor Baubeginn zu einer Einwohnerversammlung ins Kulturhaus eingeladen. Die Veranstaltung war gut besucht.
Die Stadt hatte vor Baubeginn zu einer Einwohnerversammlung ins Kulturhaus eingeladen. Die Veranstaltung war gut besucht.
Strasburg.

Einige Anwohner mögen es gar nicht so schlecht gefunden haben: Weil der 2. Siedlungsweg für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, war es in der Straße schön ruhig. Damit ist es demnächst vorbei. Nach Ostern beginnen die Bauarbeiten für eines der größten Projekte in der Stadt in den vergangenen Jahren. Rund vier Millionen Euro sollen hier verbaut werden – in die Erneuerung einer alten Ackerdrainage, in die Sanierung des Schmutz- und Regenwasserkanals, den Bau einer neuen Trinkwasserleitung und einer neuen Straße. Über das Vorhaben informierten nun in einer Einwohnerversammlung die Stadt, die Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste (GKU) im Auftrag des Strasburger Wasser- und Abwasserzweckverbandes, die Planungsbüros Kutiwa Friedland und Dr. Neuhaus & Partner Anklam sowie die Baufirma Röwer aus Krackow.

Bauzeit bis 2020

Die Anwohner müssen sich auf eine Bauzeit bis Ende 2020 einstellen. „Die Hälfte des Vorhabens soll in diesem Jahr realisiert werden“, sagte Bauamtsleiterin Anke Heinrichs. Um dieses Bauprojekt habe es sechs Jahre Kampf gegeben. Es koste eine Menge Geld. Dafür seien andere Investitionen im Verbandsgebiet hinten angestellt, fügte Kerstin Heidemann, Betriebsstellenleiterin der GKU in Strasburg, hinzu. Die Baumaßnahme ist ein gemeinsames Projekt der Stadt und des Zweckverbandes.

Anfang 2013 kam es wegen einer maroden Ackerdrainage, die in einer Tiefe von 4,50 bis 4,80 Meter liegt und die aus den 1930er-Jahren stammt, das erste Mal zu Absackungen in der Straße. Dadurch wurde auch der darüber liegende Schmutz- und Regenwasserkanal in Mitleidenschaft gezogen. Die Straße wurde für den Durchgangsverkehr gesperrt. Nach einer Förderung durch das Innenministerium für die Ackerdrainage und den Straßenbau (der Nordkurier berichtete) kann das Vorhaben nun umgesetzt werden.

Die meisten Hausanschlüsse werden übernommen

„In den vergangenen sechs Jahren gab es viele Nachforschungen, es wurden Hohlräume geortet und eine Machbarkeitsstudie erstellt“, sagte Kerstin Heidemann. Der Kanalbau soll an der Kreuzung 2. Siedlungsweg/Schwarzenseer Straße beginnen. In letzterer Straße kommt ein Vorflutkanal für die Regenentwässerung im 2. Siedlungsweg an. Kerstin Heidemann zufolge werden die meisten Hausanschlüsse für Schmutz- und Regenwasser übernommen. Nur wo es erforderlich sei, müssen Hausanschlüsse für Trinkwasser erneuert werden. Absprachen mit der Feuerwehr, dem Notarzt und dem Müllentsorger seien bereits getroffen. Kerstin Heidemann zufolge bekommt der Strasburger Zweckverband keine Fördermittel für das Bauvorhaben. Laut seiner Satzung erhebt er einen Baukostenzuschuss für die Erneuerung des Schmutz- und Regenwasserkanals. Dieser Zuschuss berechnet sich für die Anwohner nach der Art der Bebauung und der Grundstücksgröße. Für ein normales Grundstück mit etwa 100 Quadratmetern und Eigenheim könnten um die 1200 Euro anfallen.

Die Straße wird nach Angaben von Matthias Noack vom Büro Kutiwa 5,5 breit in Asphaltbauweise ausgebaut. Die 1,80 bis 2,20 Meter breiten, nicht überfahrbaren Gehwege sollen gepflastert werden. Geplant seien 28 Parkplätze für Pkw.

Wenn alles gut geht, gibt’s ein Straßenfest

Für die Straßen- und Tiefbaugesellschaft Ernst Röwer aus Krackow ist das Vorhaben eine große Herausforderung, wie Bauleiter Peter Mörke sagte. Derartige Vorhaben habe man schon des Öfteren realisiert. Gebaut werde in vier Abschnitten. „Das Wichtigste ist, dass die Anwohner mit uns reden. Der Polier und der Vorarbeiter sind immer bei Problemen für Absprachen da“, sagte Mörke und versprach bei einem guten Bauverlauf zum Abschluss ein Straßenfest.

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