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Mirower scheitern im Abstiegsgipfel an der eigenen Chancenverwertung

PFV-Mann Hannes Jäger (Mitte) stoppt den Mirower Jonas Fentzahn.  FOTO: Thomas Krause

VonThomas KrauseIn der Landesliga hat der Pasewalker FV das Abstiegsduell gegen Mirow gewonnen. Beide Teams müssen weiter zittern.Pasewalk.Es hätte ein ...

VonThomas Krause

In der Landesliga hat der Pasewalker FV das Abstiegsduell gegen Mirow gewonnen. Beide Teams müssen weiter zittern.

Pasewalk.Es hätte ein schöner Tag sein können für den Pasewalker FV. Gerade hatte der PFV den Abstiegsgipfel gegen den FSV Mirow/Rechlin mit 1:0 gewonnen, da machte Nachricht vom Sieg der SG Karlsburg/Züssow gegen die TSG Neustrelitz II die Runde. „Na, vielen Dank“, war die erste Reaktion von Pasewalks Trainer Tino Mundt. Auch Mirows Coach Joachim Kittendorf hatte die Meldung aus Karlsburg mit Entsetzen aufgenommen: „So eine Scheiße.“ Bei einem Erfolg der TSG-Reserve wären nämlich beide Vereine wohl durch gewesen, so müssen Pasewalk und Mirow/Rechlin weiter zittern.
In den 93 Minuten zuvor hatte man beiden Mannschaften angemerkt, dass die Angst um den Klassenerhalt die Beine lähmt. Fußball wurde nur selten gespielt, Kampf und Krampf prägten das
Geschehen vor den knapp 100 Zuschauern. „Das war doch klar, dass es hier nur mit Kampf geht. Aber die Jungs haben das grandios gemacht, alle wussten bei uns, worum es heute geht“, meinte PFV-Kapitän Henrik Rodewald.
Für das entscheidende Tor sorgte der 27-Jährige selbst, als er eine Flanke von Jäger sehenswert ins Mirower Toreck köpfte (73. Min.). Zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste aber schon führen können. Die Kittendorf-Jungs schienen mit dem Abstiegsdruck besser umgehen zu können. „Ich denke, dass wir die bessere Mannschaft waren. Ich bin maßlos enttäuscht, dass wir durch so ein Traumtor verloren haben“, sagte der Trainer. Seine Jungs gingen mit ihren Möglichkeiten (K. Liedtke, Bednarz, Synwoldt) jedoch fahrlässig um und hatten zudem bei zwei strittigen Situationen Pech. Beide Male lag der Ball bereits im Tor, beide Male gab Schiedsrichter Sven Frericks die Treffer nicht (Abseits, Torwartfoul).
Kittendorf wollte dem Schiri-Trio keinen Vorwurf machen, Pasewalker Spieler räumten hinterher ein, dass man bei der zweiten Szene schon viel Glück gehabt hätte. Allerdings: In der Schlussphase, als Mirow/Rechlin alles oder nichts spielte, hätte der PFV, der die letzten zehn Minuten in Unterzahl kickte, (Gelb-Rot für Rachwalski) den Sack endgültig zubinden müssen. Greskiw, Rüh und Trociuk versemmelten im Minutentakt dicke Chancen. „Da müssen wir einfach das 2:0 machen. Ich denke, dass unser Sieg am Ende aber verdient war. Die Mannschaft hat gekämpft bis zum Umfallen“, sagte Tino Mundt. Pasewalk tritt am kommenden Sonntag beim FSV Einheit Ueckermünde an (14 Uhr), Mirow/Rechlin hat dann zur gleichen Zeit Absteiger SV Teterow zu Gast.
FSV Mirow/Rechlin spielte mit:Jachtner, Burchert, Tobien, Synwoldt, Schneeweiß, Fentzahn, Krokotsch, F. Liedtke, K. Liedtke, Boehnke, Bednarz