Mit dem Einsatz von Herdenschutzhunden haben Schafhalter einen effektiven Schutz vor Wolfsangriffen.
Mit dem Einsatz von Herdenschutzhunden haben Schafhalter einen effektiven Schutz vor Wolfsangriffen. ZVG
Zu den geschützten Arten im Naturschutzgebiet Grünzer Berge und an den Hängen des Randowtals zählt die Sib
Zu den geschützten Arten im Naturschutzgebiet Grünzer Berge und an den Hängen des Randowtals zählt die Sibirische Glockenblume. ZVG
Gegen Wölfe

Mit Hütehunden ist nicht zu spaßen

In Naturschutzgebieten wie den Grünzer Bergen pflegen Schafhalter auf Vertragsbasis wertvolle Flächen. Hunde schützen die Schafe vor Wolfs-angriffen. Für Spaziergänger gelten daher Regeln.
Uecker-Randow

Seit einigen Jahren lässt die Stiftung für Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern viele ihrer Eigentumsflächen rund um Grünz und Radewitz bei Penkun im Rahmen eines Naturschutzprojektes vom Frühjahr bis in den Herbst hinein durch Schafbeweidung bewirtschaften. „Einen Schwerpunkt stellen die Flächen im Naturschutzgebiet Grünzer Berge und an den Hängen des Randowtals dar. Hier kommt auf den trockenen Standorten an den Talflanken eine Vielzahl wertvoller und geschützter Pflanzenarten vor, zum Beispiel die Sibirische Glockenblume, eine Art, die im südöstlichen Europa weit verbreitet ist, in unseren Breiten nur sehr selten zu finden ist“, sagt Ulla Wieneke, zuständig für Flächenmanagement und Projekte bei der Stiftung.

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„Die Hunde vertreiben jeden, der sich unerlaubt der Herde nähert”

Seitdem der Wolf in der Region mehrfach Schafherden angegriffen habe, versuchen Ulla Wieneke zufolge die schafhaltenden Betriebe, ihre Tiere durch stromführende Zäune, aber auch durch den Einsatz von Herdenschutzhunden besser zu schützen. Herdenschutzhunde seien Nutzhunde, die in der Schafherde leben und ihre Schutzobjekte verteidigen. „Hirten vertrauen Hunden ihre Herden seit Tausenden von Jahren an. Als wären sie eine Familie, vertreiben Herdenschutzhunde jeden, der sich unerlaubt der Herde nähert“, erklärt die Diplom-Geographin. Das schließe auch Menschen ein, die sich unbefugt innerhalb von eingezäunten Koppeln bewegen und die mit den Tieren nicht vertraut sind.

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Die Hunde nicht füttern, anlocken oder provozieren!

Es sei der Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V und ihren Partnern im Randowtal und in der Radewitzer Heide ein großes Anliegen, über den Einsatz von Herdenschutzhunden zu informieren und auf die Wehrhaftigkeit der Tiere hinzuweisen. „Wir bitten daher, in den Grünzer oder Schwarzen Bergen sowie in Teilen der Radewitzer Heide einige Regeln zu beachten. Spaziergänger sollten Abstand zu eingezäunten Schafkoppeln halten und ihre Hunde an der Leine halten. Wir empfehlen dringend, Herdenschutzhunde nicht zu füttern, anzulocken oder zu provozieren“, betont Ulla Wieneke. Schafkoppeln, in denen Herdenschutzhunde eingesetzt werden, seien mit entsprechenden Hinweisschildern ausgestattet und würden täglich kontrolliert.

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