Die Stadtvertretung und die Bürgermeisterin in Strasburg sind zerstritten.
Die Stadtvertretung und die Bürgermeisterin in Strasburg sind zerstritten. Fred Lucius
Kommentar

Mit Schuldzuweisungen wird das nichts in Strasburg

Die Bürgermeisterin Heike Hammermeister-Friese soll zurücktreten, will das aber nicht. Unser Kommentator sieht nur einen Weg aus der kommunalpolitischen Sackgasse.
Strasburg

Die Stadt Strasburg erlebt in diesen Tagen ein kommunalpolitisches Erdbeben. Und das ist nicht mit einer Erschütterung vorbei. Der nicht nachgekommenen Rücktrittsforderung folgt nun ein Bürgervotum. Wie in so mancher Beziehung dürfte der Grund für das Zerwürfnis wohl auf beiden Seiten liegen.

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Es war nicht zu erwarten, dass Heike Hammermeister-Friese der Forderung nach einem Rücktritt nachkommt. Und weil es schon seit Längerem zwischen ihr und der Stadtvertretung knirscht, war ihr Vorstoß zu einem Bürgerentscheid konsequent. Beide Seiten stecken in einer Sackgasse.

Ein Miteinander ist dringend geboten

Nun also soll das Votum der Bürger darüber entscheiden, ob die Rathaus-Chefin den Hut nehmen muss. Der Ausgang ist unklar. Aber was, wenn die Bürgermeisterin nicht abgewählt wird? Dann müssen beide Seiten bis 2025 weiter miteinander auskommen.

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Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen wird das nichts. Die Stadtvertreter und Heike Hammermeister-Friese haben aber schon einmal signalisiert, in diesem Fall konstruktiv arbeiten zu wollen. Angesichts der nicht unerheblichen Probleme in der Stadt ist das auch dringend geboten.

 

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