POLIZEIEINSATZ

Mann in Pasewalk erstochen

In Pasewalk wurde am Mittwochabend ein Mann erstochen. In der Nacht hat es einen größeren Polizeieinsatz in der Stadt gegeben, zu dem sich die Ermittler momentan noch bedeckt halten.
Am Tatort wurden am Tag danach Blumen und Kerzen abgelegt.
Am Tatort wurden am Tag danach Blumen und Kerzen abgelegt. Johanna Horak
In dieser Straße soll das Verbrechen stattgefunden haben.
In dieser Straße soll das Verbrechen stattgefunden haben. Johanna Horak
Die Tatort befindet sich in der Pasewalker Oststadt.
Die Tatort befindet sich in der Pasewalker Oststadt. Johanna Horak
Pasewalk.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz in Pasewalk eine Informationssperre verhängt. Wie der Nordkurier aus Polizeikreisen erfuhr, könnte es sich um ein Kapitalverbrechen handeln. Auch ein Mord sei nicht ausgeschlossen, hieß es nach Recherchen des Nordkurier.

Zeugen berichten dem Nordkurier, dass ein Mann erstochen worden ist und an seinen Verletzungen verstarb. Diese Information wollten die Ermittler noch nicht bestätigen.

Noch offen ist derzeit, ob ein oder mehrere mutmaßliche Täter festgenommen oder noch flüchtig seien. Für Freitag hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg in dem Fall eine Pressemitteilung angekündigt. Auch im Polizeipräsidium Neubrandenburg hielt man sich am Donnerstag mit Auskünften bedeckt – und verwies auf die von der Staatsanwaltschaft verhängte Informationssperre.

Am Tag danach ist alles ruhig

Einen Tag nach dem Vorfall ist es ruhig in der Wohnsiedlung. Kaum jemand ist auf der Straße. Eine Anwohnerin sitzt auf einer Bank und streckt ihr Gesicht in die Sonne. Gesehen, was am Vorabend geschehen sei, habe sie nicht. Spät abends gehe sie nicht mehr raus auf ihren Balkon, so die Anwohnerin. Vielleicht, so erzählt sie weiter, habe sie etwas gehört. Aber was genau, das könne sie nicht zuordnen.

Einige Bewohner der Wohnblocks in der Robert-Koch-Straße lehnen sich aus ihren offenen Fenstern. Auch hier Kopfschütteln. Schulterzucken. Niemand will etwas gesehen oder gehört haben. Eine Anwohnerin sitzt auf ihrem Balkon. Sie sagt, dass es manchmal vielleicht auch besser sei, nicht alles mit zu bekommen.

Aus einem offenen Fenster schaut eine Frau. Sie raucht in der Frühlingssonne, sieht müde aus. Ja, sie habe etwas gesehen, ruft sie aus einem der oberen Stockwerke. Den Einsatz der Polizei habe sie mitbekommen. Mit einem Kopfnicken deutet sie nach links. "Dort liegen auch schon Blumen." Es sei furchtbar, dass so etwas in der Nachbarschaft passiere und es sei auch nicht das erste Mal. Das Opfer habe sie nicht gekannt, sagt sie. Dann wendet sie sich ab.

Auf einer Wiese in der Nähe des Tatorts hat jemand Blumen und Kerzen abgelegt. Sonst zeugt nichts mehr vom Geschehen der vergangenen Nacht.

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