Heike Hammermeister-Friese ist seit 2018 Bürgermeisterin von Strasburg – aber wie lange bleibt sie es noch?
Heike Hammermeister-Friese ist seit 2018 Bürgermeisterin von Strasburg – aber wie lange bleibt sie es noch? NK-Archiv
Streit

Muss Strasburgs Bürgermeisterin den Posten räumen?

Am Donnerstagabend steht ein Antrag zum Rücktritt der Stadt-Chefin auf der Tagesordnung der Strasburger Stadtvertretung. Passiert das nicht, sollen die Bürger darüber entscheiden.
Strasburg

Bei der Stadtvertretersitzung in Strasburg am Donnerstagabend dürfte es spannend werden. Unter Punkt 8.3 steht das „Fazit der Stadtvertretung zum Masterplan” auf der Tagesordnung, mit dem alle fünf Stadtvertreter-Fraktionen und AfD-Vertreter Nico Jahnke den Rücktritt von Heike Hammermeister-Friese (CDU) fordern. Als Grund wird angegeben, dass „das Vertrauen in das Handeln und die Sacharbeit der Bürgermeisterin bei den Stadtvertretern nunmehr nachhaltig gestört“ sei.

Rücktritt schon im Vorfeld abgelehnt

Die Verwaltungschefin hatte im Vorfeld aber angekündigt, dieser Rücktrittsforderung nicht nachkommen zu wollen. In diesem Fall steht ein von der Stadtvertretung eingebrachter Beschlussvorschlag zur Durchführung eines Bürgerentscheides zur Abberufung der Bürgermeisterin auf der Tagesordnung. Einen solchen Bürgerentscheid hatte Heike Hammermeister-Friese selbst angeregt.

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Der Konflikt schwelt bereits seit Längerem, bisher waren Initiativen zur Abwahl der 43-Jährigen aber gescheitert. Hammermeister-Friese war im Jahr 2018 direkt für sieben Jahre ins Amt gewählt worden. Sie setzte sich damals mit knapp 57 Prozent der Stimmen in der Stichwahl gegen SPD-Kandidatin Marina Raulin durch.

Thema wird öffentlich diskutiert

Die Sitzung in der Aula der Regionalen Schule (Lindenstraße 3c) beginnt um 17 Uhr. Die genannten Punkte werden im öffentlichen Teil behandelt.

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Strasburg ist die einzige uckermärkische Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, sie hat 27 Ortsteile und etwa 4500 Einwohner. In der Stadtvertretung hat die CDU vier Sitze, zwei Bürgerinitiativen und die Linke haben je drei Sitze, die SPD zwei und die AfD einen.

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