KAMPF GEGEN SCHWARZARBEIT

Mutmaßlicher Schleuser von der A11 wieder auf freiem Fuß

Sechs Männer saßen in einem Fahrzeug nach Berlin, das von der Bundespolizei kontrollierte wurde. Einer wurde festgenommen, fünf nach Polen abgeschoben.
Rainer Marten Rainer Marten
Meldungen der Polizei zu Unfällen und Diebstählen in Mecklenburg-Vorpommern
Meldungen der Polizei zu Unfällen und Diebstählen in Mecklenburg-Vorpommern
Pasewalk.

Die Bundespolizei hat am Dienstag gegen Mitternacht auf der A 11 einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen und dann wieder auf freien Fuß gesetzt. Außerdem gingen den Beamten fünf mutmaßliche Schwarzarbeiter aus der Ukraine ins Netz. Sie wurden nach Polen abgeschoben.

Eine Streife der Bundespolizeiinspektion Pasewalk hatte auf der A 11 ein in Richtung Berlin fahrendes Fahrzeug kontrolliert. Fünf der sechs Insassen im Alter zwischen 37 und 52 Jahren wiesen sich mit gültigen ukrainischen Reisepässen aus. Sie erklärten zunächst, in Hamburg Autos kaufen zu wollen. Im Gespräch mit den Bundespolizisten machten sie jedoch widersprüchliche Angaben.

Fahrer aus Österreich ist 60 Jahre alt

Im Gepäck der Männer fanden die Bundespolizisten zudem Arbeitsbekleidung und Schutzhelme für Bauarbeiter. Es bestand der Verdacht, dass sie in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollten. Die erforderliche Aufenthaltsgenehmigung mit der Erlaubnis zum Arbeiten konnten sie nicht vorweisen. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise, des unerlaubten Aufenthalts sowie der unerlaubten Arbeitsaufnahme eingeleitet. Die Männer wurden in Gewahrsam genommen und nach Ende der polizeilichen Maßnahmen nach Polen abgeschoben.

Der österreichische Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn bestand der Verdacht der Einschleusung. Der 60-Jährige konnte die Dienststelle nach „Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Auf Nachfrage zur Freilassung hieß es dazu bei der Bundespolizei in Pasewalk: Nach Abschluss aller Ermittlungen, die für den Strafprozess erforderlich sind, gab es keinen Grund mehr, den Mann weiter festzuhalten.

Das bedeutet, dass Name und Wohnort des Mannes bekannt sind, er kann vorgeladen werden. Es bestand weder Flucht- noch Verdunklungs- noch Wiederholungsgefahr. „Der mutmaßliche Schleuser war infolge dieser Bewertung wieder auf freien Fuß zu setzen“, hieß es seitens der Bundespolizei.

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