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Na herrlich, jetzt tummeln sich hier schon die Ratten!

Johanna Müller-Meister: „Es wird immer nur geredet, aber nichts ändert sich.“  Foto: A. Stegemann

VonAngela StegemannSeit Monaten wird über Pasewalks Müll-Problem geredet, jetzt muss endlich eine Lösung her! Dennauf dem Wohnhof zwischen Ross- und ...

VonAngela Stegemann

Seit Monaten wird über Pasewalks Müll-Problem geredet, jetzt muss endlich eine Lösung her! Denn
auf dem Wohnhof zwischen Ross- und Schillstraße vermehren sich die Nager unkontrolliert.

Pasewalk.Johanna Müller-Meister mag gar nicht mehr von ihrem Fenster aus auf den Wohnhof schauen. Dass dieser trist ist, wäre noch das geringste Übel. Aber die zwei gelben Tonnen sind übervoll, daneben türmen sich Müllsäcke. Auf der dahinter liegenden Grünfläche ist der Müll gleichmäßig verteilt. „Das sind die Ratten“, erklärt unsere Leserin. Man kann sie nicht nur auf dem Müllplatz huschen sehen, sie marschieren auch über die gegenüber liegende Mülltonnenanlage. Die Mieter haben Angst, dass die Nager auch bald in den Plattenbauten sind. „Es wird schon so lange darüber geredet, keiner hilft uns!“, sagt Johanna Müller-Meister. Wobei sie einräumt, dass viele Mieter unvernünftig sind. In der gelben Tonne werden Dinge entsorgt, die dort nicht hineingehören. Dass die Stadt sich um Sauberkeit und Ordnung bemüht, Reinigungsaktionen aber immer nur kurze Zeit Wirkung zeigen, fällt auch den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern auf. Im Bauausschuss meint Andreas Hinz (WIP): „Die Sauberkeit in der Stadt lässt zu wünschen übrig.“ Bauamtschefin Monika Hänsel gesteht, dass auch sie das oft mächtig ärgert. „Viele Anlieger verlassen sich darauf, dass die Stadt das schon macht.“
„Woanders machen die Mieter vor ihrem Haus sauber, damit die Touristen dort flanieren können. Da müssen wir auch hinkommen“, nennt Monika Hänsel das Ziel. Bis dahin gibt es allerdings noch viele Baustellen zu beackern wie unordentliche Sperrmüllplätze oder eben die fehlenden gelben Container.
Das Problem: Diese werden häufig angesteckt. In den vergangenen zehn Jahren rückte die Pasewalker Feuerwehr 128-mal aus, um zu löschen. Entsorger Remondis bekommt die Kosten für neue Tonnen nicht ersetzt.
Aber hinter den Kulissen tut sich etwas. Entsorger, Stadt und Vermieter sitzen an einem Tisch und suchen nach Lösungen. Teilt man sich die Kosten für neue
Container? Wäre eine Müllpolizei die Lösung? Wie
bekommt man die Pasewalker dazu, mehr für eine schöne Stadt zu tun? All diese Fragen werden diskutiert. Der Termin für eine neue Runde ist anvisiert. Hoffentlich gibt es dann erste Lösungen.