TOURISMUS

Netzwerk will Vorpommerns Gutshäuser vermarkten

In Vorpommern hat sich das Netzwerk „Unter Pommerns Dächern“ gegründet, das privat geführten und touristisch genutzten Gutshäusern helfen will.
Vor vier Jahren kehrte Felicitas Gobbers zu ihren Wurzeln nach Damerow zurück. Seitdem bietet sie im Gutshaus Damerow unt
Vor vier Jahren kehrte Felicitas Gobbers zu ihren Wurzeln nach Damerow zurück. Seitdem bietet sie im Gutshaus Damerow unter anderem einen „Coworking space“ an. Außerdem initiierte die gelernte Eventmanagerin die Gründung des Netzwerkes „Unter Pommerns Dächern“. Johanna Horak
Rollwitz ·

Im Raum Rostock gibt es eines und dank Felicitas Gobbers seit Kurzem auch in Vorpommern: Die Rede ist von einem Netzwerk für Gutshausbesitzer. Felicitas Gobbers, selbst Gutshausbesitzerin im Rollwitzer Ortsteil Damerow, wurde vom Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern als Leiterin für das Pilotprojekt „Unter Pommerns Dächern“ beauftragt.

Als die gelernte Eventmanagerin vor vier Jahren aus Stuttgart in den Rollwitzer Ortsteil zog, habe man ihr gesagt, dass das Autokennzeichen von Vorpommern-Greifswald – kurz VG – für „vergessene Gegend“ stehe, erinnert sie sich lachend. „Ganz viele Menschen reisen durch Vorpommern, weil sie beispielsweise ans Meer wollen. Ich möchte versuchen, die Aufmerksamkeit ins Landesinnere zu richten“, sagt sie. Bislang besteht das Netzwerk „Unter Pommerns Dächern“ aus elf Häusern. Mitglieder sind unter anderem die Besitzer der Gutsanlagen in Battinsthal, Bröllin, Ramin, Rossin oder Rothenklempenow. „Das sind alles Menschen, die zum Teil ruinöse Häuser wieder mit Leben gefüllt haben“, sagt Felicitas Gobbers. Kaum einer strebe eine ausschließlich private Nutzung der Gebäude an. Das wiederum sorge nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch für eine gesteigerte Attraktivität der ländlichen Region, glaubt sie.

Das Projekt wird auf Polen und die Uckermark ausgeweitet

Für die teilnehmenden Gutshäuser lasse sich im Rahmen eines Netzwerkes einfacher eine größere Außenwahrnehmung erzielen, so Felicitas Gobbers weiter. Zudem gebe es neben professionell erstellten Fotos, Flyern und Logos regelmäßige Netzwerktreffen sowie Workshops. „Das Netzwerk wird in den sozialen Medien außerdem vom Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern begleitet.“

Für ein Folgeprojekt sei außerdem die Erweiterung des Netzwerkes bis in die Uckermark beziehungsweise die polnische Grenzregion geplant, die Anträge dazu seien bereits gestellt. „Unabhängig davon, ob der Antrag bewilligt wird oder nicht, freuen wir uns, wenn sich weitere Gutshausbesitzer dem Projekt anschließen“, sagt Felicitas Gobbers. Interessierte können sich per E-Mail ([email protected]) bei ihr informieren.

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