Mehrere Schilder weisen vor dem Aldi-Markt in der Pasewalker Oststadt auf die Park-Regelung mit Parkscheibe und Höchstpar
Mehrere Schilder weisen vor dem Aldi-Markt in der Pasewalker Oststadt auf die Park-Regelung mit Parkscheibe und Höchstparkdauer hin. Fred Lucius
Auch auf dem Parkplatz vor dem Rewe-Markt in der Pasewalker Oststadt muss die Parkscheibe hinter die Scheibe gelegt werden.
Auch auf dem Parkplatz vor dem Rewe-Markt in der Pasewalker Oststadt muss die Parkscheibe hinter die Scheibe gelegt werden. Fred Lucius
Parkärger in Pasewalk

Ohne Parkscheibe vor Supermärkten wird es teuer

Die Supermärkte Rewe und Aldi haben vor ihren Filialen in der Pasewalker Oststadt die Parkregelungen geändert. Wer nicht aufpasst und die Parkscheibe vergisst, kann schnell mal 30 Euro los sein.
Pasewalk

Die Schilder sind eigentlich nicht zu übersehen. Etliche sind vor den beiden Filialen von Rewe und Aldi in der Pestalozzistraße in Pasewalks Oststadt jetzt aufgestellt worden. Damit weist die Firma Fair Parken GmbH darauf hin, dass das Parken mit Parkscheibe 1,5 Stunden lang erlaubt ist. Ohne Scheibe und bei Überschreiten der Höchstparkdauer droht eine Strafe. Immerhin 29,90 Euro – bei einem schnellen Einkauf von vielleicht nur Milch oder Brot. Bei einer Visite vor Ort bemerkt der Nordkurier: Etwa die Hälfte der Autofahrer hatte keine Parkscheibe ins Auto gelegt. „Ich habe das noch gar nicht mitbekommen, dass das neu ist“, meint auch eine Frau vor dem Rewe-Markt.

Firma überwacht jetzt die Parkdauer

„Uns ist es wichtig, unseren Kunden während der gesamten Öffnungszeit einen schnellen und bequemen Einkauf sowie ausreichend Parkraum zu bieten“, sagt Aldi Nord-Sprecher Maximilian Morlock auf Nordkurier-Nachfrage und weist darauf hin, dass die Angabe einer maximal erlaubten Parkdauer auf den Parkplätzen der Aldi-Nord-Märkte keineswegs neu sei. Schon seit langer Zeit werde dort eine Zeitspanne angegeben, verbunden mit dem Hinweis, dass Kunden eine Parkscheibe auslegen müssen. „Da dieses System, das weitestgehend ohne Überwachung auskam, vor allem an Standorten nicht mehr funktioniert hat, wo viele Fremdparker die Aldi- Parkplätze nutzen, haben wir uns dafür entschieden, die Parkdauer durch Fair Parken überwachen zu lassen. So auch bei dem Markt an der Pestalozzistraße in Pasewalk“, erklärt der Sprecher.

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Die Überwachung solle ein Service für Kunden sein, damit Fremdparker, vor allem in Gegenden mit Bahnhöfen in der Nähe oder vielen Touristen, verhindert werden können. Aldi Nord verdiene daran kein Geld, alles laufe über den Dienstleister Fair Parken, unterstreicht Morlock.

Parkplätze grundsätzlich kostenlos

„Als Handelsunternehmen sind wir auf die gute Erreichbarkeit der Märkte für unsere Kundschaft angewiesen. Unsere Kunden sollen möglichst zu jeder Tageszeit einen freien Platz für ihren Pkw finden“, argumentiert Stephanie Behrens, Leiterin der Rewe-Pressestelle Region Ost, ähnlich. Die Supermarkt-Parkplätze stünden den Kunden grundsätzlich kostenlos zur Verfügung. An dem weit überwiegenden Teil der mehr als 3700 Supermarktstandorte sei Rewe lediglich Mieterin, potenzielle Parkregelungen obliegen den Eigentümern. Dies sei auch in Pasewalk der Fall. Die Beauftragung von Dienstleistern sei für Rewe beziehungsweise den Vermieter der Parkflächen das letzte Mittel. Dies geschehe, wenn Dauerparkende die zum Gelände gehörenden Kundenparkplätze blockieren, so Stephanie Behrens.

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