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Pasewalk jubelt: Neues Leben für alten Treppenkonsum

Die äußere Hülle des Hauses „Markt 12“ ist bereits schön. Monatelang tat sich nichts. Nun soll in diesem Jahr endlich die Innensanierung beginnen.  Foto: A. Stegemann

VonAngela StegemannDie äußere Hülle des Hauses Am Markt 12 in Pasewalk ist schon lange saniert. Doch seit Monaten tut sich nichts. Weil Geld fehlt. Aber ...

VonAngela Stegemann

Die äußere Hülle des Hauses Am Markt 12 in Pasewalk ist schon lange saniert. Doch seit Monaten tut sich nichts. Weil Geld fehlt. Aber daran kann der Innenausbau
des historischen Gebäudes jetzt nicht mehr scheitern. Dafür ist jetzt Geld da.
Viel Geld.

Pasewalk.So mancher, den sein Wochenendspaziergang an Pasewalks Markt führt, bleibt vor dem Haus Markt 12 stehen. Und staunt. Doch der erste Blick täuscht. Die schicke Fassade wurde vor Monaten mit Fördermitteln nach energetischen Gesichtspunkten saniert. Für den Innenausbau war kein Geld mehr da. Auf lange Sicht eine Investruine? Das befürchtete man bis vor wenigen Tagen. Doch manchmal gibt es doch noch Wunder: Vom Schweriner Bauministerium erhielt die Stadt ganz druckfrisch die Mitteilung, dass sie gut eine Million Euro für die Sanierung der Altstadt erhält. Wie Bürgermeister Rainer Dambach (parteilos) erklärt, muss das Geld zweckgebunden für den Ausbau des Hauses Am Markt 12 und für das dahinter in Richtung Bergstraße liegende Gelände verwendet werden. Dort sollen nämlich zur Entlastung der Innenstadt Parkplätze entstehen. Ein Drittel der Summe muss die Stadt allerdings aus eigener Tasche berappen.
Der Bürgermeister und Bauamtschefin Monika Hänsel freuen sich, dass die Kommune überhaupt noch Geld erhält. Denn vor Monaten hieß es schon, dass der Sanierungstopf 2014 dichtgemacht wird. „Jetzt gibt es nicht mehr wie vorher pauschal Mittel, sondern nur für bestimmte Maßnahmen“, erklärt das Stadtoberhaupt. „Auch wenn wir natürlich wissen, dass die Gelder immer weniger werden“, fügt Monika Hänsel hinzu.
Nun soll es schnell gehen, um das Haus, das die Pasewalker auch als den Treppenkonsum kennen, nicht noch länger leerstehen zu lassen. Eine erste Zusammenkunft mit den Planern ist anvisiert. Der Ausbau des historischen Gebäudes wird damit das wichtigste Sanierungsvorhaben für dieses Jahr. Auch Gedanken zur Nutzung des Hauses gibt es. Falls die Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Uecker-Randow-Tal entsteht, könnte diese dort ihren Platz finden. Auch das Standesamt soll dort hinein. Im Plan sind ebenso eine Bürgerinfo und ein Café. Dafür gibt es schon lange einen Interessenten. Die Stadt hofft, noch in diesem Jahr loslegen zu können. In einem viertel Jahr soll eine verbindliche Zeitplanung stehen.