STEIGENDE GEBÜHREN

Pasewalker müssen mehr fürs Abwasser bezahlen

Die Pasewalker müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Abwasser-Gebühren einstellen. Auch für Niederschlagswasser muss mehr bezahlt werden. Besitzer von Kleinkläranlagen werden entlastet.
Fred Lucius Fred Lucius
Für die Pasewalker steigen die Abwassergebühren auf 2,93 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser.
Für die Pasewalker steigen die Abwassergebühren auf 2,93 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser. Tobias Lemke (Symbolbild)
Kostentreiber: Im Pasewalker Klärwerk wird seit einigen Jahren investiert, 2017 wurden rund 938000 Euro für Sanierun
Kostentreiber: Im Pasewalker Klärwerk wird seit einigen Jahren investiert, 2017 wurden rund 938000 Euro für Sanierungsmaßnahmen ausgegeben, 2018 waren es über 2,3 Millionen Euro und 2019 etwa 1,5 Millionen Euro. NK-Archiv
Pasewalk.

Um 20 Cent steigt ab dem kommenden Jahr die Schmutzwassergebühr in Pasewalk. Wer an die zentrale Abwasserkanalisation angeschlossen ist, muss dann 2,93 Euro je Kubikmeter bezahlen. Das haben die Stadtvertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig beschlossen.

Teurer wird es auch für die Besitzer von Sammelgruben. Hier erhöht sich die Abholgebühr von bislang 7,22 auf 12,45 Euro je Kubikmeter. „Weil es immer weniger Besitzer solcher Sammelgruben gibt, die Kosten bei der Abfuhr aber bleiben, erhöht sich diese Gebühr“, begründete Bürgermeisterin Sandra Nachtweih. Besser gestellt werden hingegen die Eigentümer von Kleinkläranlagen. Statt bisher 14,35 müssen sie künftig 11,61 Euro je Kubikmeter bezahlen.

Abwasser-Gebühren vor allem teurer wegen Klärwerk-Modernisierung

Höher werden sowohl bei Kleinkläranlagen als auch bei Sammelgruben die Reinigungsgebühren. Darüber hinaus müssen die Pasewalker ab 2020 auch mehr für anfallendes Niederschlagswasser berappen. Statt bislang 49 Cent werden künftig 51 Cent je Quadratmeter gebührenpflichtiger Fläche fällig. „Die Abwassergebühren erhöhen sich vor allem durch die Ausgaben für die laufende Modernisierung des Klärwerks in Pasewalk“, sagte Stadtpräsident Ralf Schwarz.

Die Kalkulation der neuen Gebühren sei dem Werksausschuss des Eigenbetriebes Abwasser Pasewalk als auch dem Finanzausschuss schlüssig dargestellt worden, betonte Schwarz. Das bestätigte auch SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Ammon: „Wir haben alle Fragen beantwortet bekommen.“

Bürgermeisterin Nachtweih: „Stehen mit unseren Gebühren ganz gut da”

Sandra Nachtweih zufolge sind die positiven Ergebnisse der letzten Jahre des Eigenbetriebes Abwasser in die Kalkulation für die nächsten drei Jahre eingeflossen. „Sonst wären wir mit den Gebühren woanders gelandet. Wenn man sich das Umfeld ansieht, stehen wir mit unseren Abwassergebühren ganz gut da. Deshalb können wir uns die Investitionen im Klärwerk auch leisten“, sagte die Bürgermeisterin.

Laut Satzung des Eigenbetriebes Abwasser soll die Gebührenkalkulation einen Zeitraum von drei Jahren nicht überschreiten. Die letzte Kalkulation und Gebührenanpassung für die Abwasserentsorgung in Pasewalk erfolgte zum 1. Januar 2017 auf Basis des Zeitraumes der Jahre 2017 bis 2019. Ab 2020 ist somit eine Neuberechnung für die Schmutzwasserbeseitigung erforderlich. Die Kalkulation für den Zeitraum der Jahre 2020 bis 2022 hat laut Vertrag die Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH erstellt.

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