Entlang der Prenzlauer Straße zieht sich das DRK-Wohnhaus. Einen angehobenen Bürgersteig soll es auf der Stra&szlig
Entlang der Prenzlauer Straße zieht sich das DRK-Wohnhaus. Einen angehobenen Bürgersteig soll es auf der Straße nicht geben, dieser wird in die Straße integriert. Fred Lucius
Dominik Altendorf von der Firma Baurep Neubrandenburg schneidet Dachlatten zu. Die Zimmerer des Unternehmens haben den Dachstu
Dominik Altendorf von der Firma Baurep Neubrandenburg schneidet Dachlatten zu. Die Zimmerer des Unternehmens haben den Dachstuhl auf dem Wohnhaus errichtet. Foto: Fred Lucius
Mitarbeiter des Dachdeckerbetriebes Hanebutt aus Relzow bei Anklam bringen die Unterspannbahn auf dem Dachstuhl auf. Sie sch&u
Mitarbeiter des Dachdeckerbetriebes Hanebutt aus Relzow bei Anklam bringen die Unterspannbahn auf dem Dachstuhl auf. Sie schützt vor Regen und Schnee. Fred Lucius
Verhältnismäßig flach und von der Straße kaum zu sehen ist der Dachstuhl, den Mitarbeiter von Baurep Neu
Verhältnismäßig flach und von der Straße kaum zu sehen ist der Dachstuhl, den Mitarbeiter von Baurep Neubrandenburg hergestellt haben. Foto: Fred Lucius
Neuer Wohnraum

Pasewalks größtes Bauprojekt wächst weiter rasant

Es ist das derzeit größte Wohnungsbauprojekt in Pasewalk und geht zügig voran: Schon im Frühjahr 2022 kann die Vergabe beginnen.
Pasewalk

Jörg Bohnhoff geht regelmäßig am Bauprojekt unweit des Prenzlauer Tores vorbei. Auch bei den Baubesprechungen ist der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes stets dabei. Und doch ist Jörg Bohnhoff erstaunt. „Mit dem Rohbau hat das Bauunternehmen Woskowski aus Friedland ganz schön zugelegt. Auch die danach folgenden Firmen haben rangeklotzt“, meint der Vertreter des Bauherren.

Weniger Energiekosten für künftige Mieter

Und in der Tat: Erst im April wurden dutzende Pfahlgründungen in den instabilen Baugrund auf dem Gelände der ehemaligen Pasewalker Poliklinik getrieben. Mittlerweile steht der Rohbau. Den Dachstuhl und die folgende Unterspannbahn als Schutz vor Schnee und Regen haben Zimmerer der Firma Baurep Neubrandenburg beziehungsweise der Dachdeckerbetrieb Hanebutt aus Relzow bei Anklam fertiggestellt. „Wir haben etwa eine Woche Vorlauf. Der Schnee hat uns etwas Zeit gekostet, aber wir geraten nicht aus dem Zeitplan“, sagt Architektin Sabine Milenz vom Architekturbüro FMR aus Greifswald.

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Nach jetzigen Planungen sollen im Januar die Fenster eingebaut werden, mit Bauheizungen könne dann auch im Inneren im Winter weitergearbeitet werden.Für das Objekt mit seinen geplanten 34 Wohnungen sind nach Angaben der Architektin 5,9 Millionen veranschlagt gewesen. Nach den Ausschreibungen habe man bei 6,3 Millionen Euro gelegen. „Beim Holz zum Beispiel sind die Firmen mit steigenden Preisen aus der Industrie gekommen“, erklärt Sabine Milenz. Mehrkosten würden sich zudem aus einer stärkeren Dämmung und dreifach verglasten Fenstern ergeben. Spielraum bei Einsparungen gebe es wenig. Ohne qualitative Einbußen seien diese aber bei den Abstellbereichen im Dachgeschoss in den drei Abschnitten des Hauses möglich. Höhere Ausgaben bei der Dämmung würden auf der anderen Seite dazu führen, dass für die künftigen Mieter die Energiekosten sinken und damit die Betriebskosten geringer ausfallen.

Eine Senioren-Wohngemeinschaft wurde bereits eröffnet

Für die Finanzierung habe man zudem günstige Förderkredite der staatlichen KfW-Bank in Anspruch nehmen können, fügt Geschäftsführer Bohnhoff hinzu. Eine Schwierigkeit bei diesem zweiten Projekt im Quartier, eine Senioren-Wohngemeinschaft wurde bereits eröffnet, ist laut Architektin das Gefälle in alle Richtungen. „Um die Zugänge barrierefrei zu halten, mussten wir die drei Abschnitte des Hauses im Versatz bauen. Unser nicht zu verändernder Ausgangspunkt ist das Straßenniveau“, erklärt Sabine Milenz. Jörg Bohnhoff zufolge sollen die Räume im Erdgeschoss zur Prenzlauer Straße gewerblich genutzt werden, für Büros, Logopädie, Arztpraxis, Friseur oder Physiotherapie. Auch eine Begegnungsstätte, die auch für Schulungen wie Erste-Hilfe-Lehrgänge genutzt werden kann, sowie eine DRK-Sozialstation würden hier einziehen. „Wir wollen den Bewohnern möglichst viel Service bieten.

Daher wäre eine ärztliche Betreuung im Haus schon schön“, meint der Geschäftsführer. Würden Räume nicht belegt, könnten DRK-Einrichtungen dort einziehen, die derzeit zur Miete woanders untergebracht sind. Das Haus besitze drei Treppenaufgänge mit drei Fahrstühlen. Die Eineinhalb- bis Drei-Raum-Wohnungen mit einer Größe von 45 bis 70 Quadratmetern würden alle über einen Balkon verfügen. „Es gab schon vereinzelt Nachfragen. Im Frühjahr wollen wir mit der Vermarktung der Wohnungen starten“, kündigt der Geschäftsführer an. Ende Oktober 2022 solle, nach jetzigem Stand, der Einzug möglich sein.

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