CORONA-KRISE

Pasewalks Schulen bereiten sich auf Öffnung vor

Am kommenden Montag endet auch für Schüler aus Abschlussklassen in Pasewalk die Zeit der Langeweile. Sie dürfen dann wieder in ihre Schulen, um sich auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Für die Einrichtungen eine große Belastungsprobe.
Die Gymnasiasten im Nachbarbundesland Brandenburg (hier in Prenzlau) habe die ersten Abiturprüfungen unter Corona-Bedingu
Die Gymnasiasten im Nachbarbundesland Brandenburg (hier in Prenzlau) habe die ersten Abiturprüfungen unter Corona-Bedingungen bereits hinter sich. Den Schülern in MV stehen sie noch bevor. Am Montag öffnen die Schulen, damit sich die Abschlussklassen auf die Prüfungen vorbereiten können. Heike Stiel
Pasewalk.

An den Schulen laufen die Vorbereitungen auf den bevorstehenden Schulstart am 27. April bereits auf Hochtouren. So auch am Pasewalker Oskar-Picht-Gymnasium. Dort finden sich, wie auch an den anderen Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern, am kommenden Montag zunächst einmal nur die Abiturienten wieder in den Klassenräumen ein. Sie sollen sich auf ihre anstehenden Abiturprüfungen vorbereiten. Der Plan dafür stehe bereits und sei an die Schüler kommuniziert, sagt Schulleiterin Cornelia Kühne-Hellmessen.

Aufwand für Abiturienten geht zulasten anderer Schüler

Dennoch sei es den Schülern freigestellt, das Angebot zu nutzen, es herrsche keine Anwesenheitspflicht, erklärt die Schulleiterin. „Wir gehen aber davon aus, dass alle mit voller Bereitschaft und Vorfreude kommen werden“, so die Direktorin weiter. Die Prüfungsvorbereitung erfolgt – gemäß den Vorschriften – in Gruppen von maximal 15 Schülern. „Aber die meisten Gruppen bei uns werden ohnehin kleiner sein“, schätzt sie.

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Wie steht Cornelia Kühne-Hellmessen zu der Entscheidung, dass die Abiturprüfungen trotz Corona-Krise in diesem Jahr stattfinden sollen? „Die Entscheidung wurde jetzt so getroffen, und es wird gute Gründe dafür geben, dass es so ist“, lautet ihre diplomatische Antwort. Allerdings, so ergänzt sie, ginge der Aufwand, der jetzt für die Abiturienten betrieben werde, vielleicht ein bisschen zulasten des Präsenzunterrichts für die anderen Schüler. „Das Umsetzen der ganzen Maßnahmen benötigt viel Personal.“ Hinzu komme, dass einige Lehrer ohnehin fehlen würden, da sie wegen ihres Alters oder bestimmter Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehörten.

Maßnahmen bringen Schule an Personal-Grenzen

Auch an der Pasewalker Europaschule Arnold Zweig bereiten sich die Lehrer auf den Unterrichtsbeginn für die Abschlussklassen vor. Eigentlich seien es zwei zehnte Klassen, die am Montag wiederkommen, sagt Schulleiterin Colette Hoche. Aufgrund der Vorschriften würden sie aber in vier Kleingruppen geteilt. Die Umsetzung der erforderten Maßnahmen würde ihre Schule an die Grenzen des Personals bringen, sagt die Schulleiterin, und das, obwohl sich auch Lehrer über 60 dazu bereit erklärt hätten, zu unterrichten. „Ich weiß nicht, wie wir das ab übernächster Woche machen sollen, denn dann kommen auch die drei 9. Klassen zurück, die wir dann ebenfalls in Kleingruppen aufteilen, die dann alle zeitgleich unterrichtet werden sollen“, sagt die Schulleiterin.

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Ab kommendem Montag herrscht an beiden Pasewalker Schulen Maskenpflicht für die Schüler. Zudem, so versichern beide Schulleiterinnen, gebe es an beiden Einrichtungen genug Seife und Trockentücher, damit sich Schüler und Lehrer ausreichend oft die Hände waschen könnten.

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