MILLIONENKREDIT

Pasewalks SPD begrüßt Bürgschaft für Lila Bäcker

Der insolvente Lila Bäcker soll mit einem 10-Millionen Euro-Kredit gerettet werden. Die SPD ist dafür; andernfalls würde die Region Arbeitskräfte verlieren.
Rainer Marten Rainer Marten
Der Lila Bäcker soll mit einem Millionenkredit gerettet werden.
Der Lila Bäcker soll mit einem Millionenkredit gerettet werden. Stefan Sauer
Pasewalk.

Die Pasewalker SPD begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, für die angeschlagene Backwarenkette Lila Bäcker zu bürgen. Das Unternehmen soll mit einem Kredit über zehn Millionen Euro gerettet werden; die rot-schwarze Regierung aus Schwerin will für 80 Prozent der Summe bürgen.

„Grundsätzlich begrüßen wir diese Entwicklung, die den weiteren Betrieb des Unternehmens und den Bestand des größten Teils der Arbeitsplätze zur Folge hätte”, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Ammon. „Selbstverständlich teilen wir die Auffassung‚ dass Steuergelder verantwortungsvoll eingesetzt werden müssen, allerdings sollte hier die Erhaltung der Arbeitsplätze allerhöchste Priorität haben“, so Ammon.

Bei Lila Bäcker-Insolvenz käme es zur Abwanderung aus Pasewalk

Ein negativer Verlauf des Verfahrens und die damit verbundene Schließung des Betriebes hätten nicht nur für die Angestellten verheerende Folgen, sondern würde für Pasewalk und die Region bedeuten, ein weiteres großes Unternehmen zu verlieren. Das wäre in einer schon jetzt wirtschaftlich dünn besiedelten Region ein verheerendes Zeichen, so der SPD-Mann. Die Insolvenz eines so großen Unternehmens könnte zu einer weiteren Abwanderung von arbeitswilligen Menschen führen und würde in keiner Weise zum Titel der Region als Metropolregion Stettin passen.

Die Gewährung des Kredites wird in der Region unterschiedlich bewertet. Sie reicht von einer vollen Zustimmung bis hin zu einer deutlichen Ablehnung. Auch das Schweriner Finanzministerium ließ im Zusammenhang mit der Bürgschaft durchblicken, dass das Insolvenzkonzept die Zustimmung des Landes finden muss. Entscheiden werde der Bürgschaftsausschuss. Am 12. August ist eine Gläubigerversammlung in Neubrandenburg geplant. Dort werden weitere Weichen zur Sanierung der Firma gestellt.

Die Unsere Heimatbäckerei GmbH hatte Anfang 2019 Insolvenz angemeldet, damals noch mit etwa 2500 Mitarbeitern. Über mehrere Etappen wurden rund ein Drittel der 400 Filialen sowie Produktionen in Gägelow bei Wismar und Dahlewitz bei Berlin aufgegeben.

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Kommentare (2)

Das unvermeidliche wird nur herausgeschoben. Ohne das die Produkte besser werden und in der Qualität wird das nichts. Und die Produkte sind schlecht und zu teuer. Das Spielchen mit den Arbeitsplätzen wird nur zu gerne gemacht um Konzerne zu retten. Es ist außerdem eine Frechheit gegenüber den kleinen Handwerksbetrieb der nie gerettet wird. Ich verlange das die Investoren Farbe bekennen und den Betrieb ohne Steuermittel oder Bürgschaften übernehmen. Nur dann zeigen sie echtes Interesse das Unternehmen zu retten. Ansonsten sind es Heuschrecken die schnell Gewinn machen wollen.

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