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Penkun hat jetzt einen Vorstadt-Bahnhof

Im kleinen Tantow kurz vor Penkun gibt es jetzt einen Bahnhof. Der soll die gesamte Region verbinden, hoffen die Bürgermeister. Und auch Stettin spielt eine Rolle.
Großer Bahnhof im kleinen Tantow bei Penkun. Der Städteexpresszug 181 „Theodor Fontane“ fuhr nach dem e
Großer Bahnhof im kleinen Tantow bei Penkun. Der Städteexpresszug 181 „Theodor Fontane“ fuhr nach dem erfolgreichen Abschluss der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes in Tantow zum ersten Mal nach Stettin (Szczecin). Der Zug wurde beim Halt in Tantow groß begrüßt. Rainer Marten
Die Löcknitzer Ruff Hoch- und Tiefbau GmbH gestaltete in den vergangenen Monaten den Tantower Bahnhaltepunkt neu. Fl&auml
Die Löcknitzer Ruff Hoch- und Tiefbau GmbH gestaltete in den vergangenen Monaten den Tantower Bahnhaltepunkt neu. Flächen wurden befestigt und neu geordnet. Tantows Bürgermeisterin Silke Natter (rechts) bedankte sich ausdrücklich bei den Bauleuten aus der Randow-Gemeinde. Rainer Marten
Krackows Bürgermeister Gerd Sauder (links) ließ sich die Übergabe des neuen Tantower Haltepunktes nicht entgeh
Krackows Bürgermeister Gerd Sauder (links) ließ sich die Übergabe des neuen Tantower Haltepunktes nicht entgehen. Vor Ort auch Amtsdirektor Frank Gotzmann und der stellvertretende Landrat der Uckermark, Bernd Brandenburg (rechts). Rainer Marten
Penkun.

Großer Bahnhof im kleinen Tantow in der Nähe von Penkun. Punkt 12.15 Uhr rauschte dort am Mittwoch der Städteexpresszug 181 „Theodor Fontane“ aus Stettin (Szczecin) kommend mit rund 400 Reisenden, zumeist Kinder aus dem Nachbarland, ein. Am Morgen hatte der Sonderzug, aus Berlin kommend, schon einmal den Haltepunkt passiert. Mit dieser Aktion feierte Tantow den erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten am Bahnhaltepunkt.

Zur Sonderfahrt und Übergabe des Platzes hatten Tantows Bürgermeisterin Silke Natter und Amtsdirektor Frank Gotzmann eingeladen. Am Bahngelände entstanden 35 befestigte Parkplätze für Autos und 24 Abstellplätze für Räder. Das Land Brandenburg unterstützt das Vorhaben mit mehr als 660.000 Euro aus dem Programm zur investiven Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs. „Das sind 75 Prozent der Kosten. Der Landkreis Uckermark steuerte rund 80.000 Euro bei“, sagte Amtsdirektor Gotzmann.

Kosten von einer Million Euro

„Von diesem Bahnhaltepunkt profitieren Gartz, Greifenhagen, der südliche Stettiner Raum, die Orte rund um Penkun und Grambow“, sagte Gotzmann. Schon seit längerer Zeit würden Berlin-Pendler, die in der Region wohnen, hier ihre Fahrt in Richtung Berlin antreten. Das Projekt insgesamt kostete knapp eine Million Euro. Die Löcknitzer Ruff Hoch- und Tiefbau GmbH gestaltete den Bahnhofsvorplatz seit März 2018 neu.

Unter die Gäste hatte sich unter anderem Krackows Bürgermeister Gerd Sauder gemischt. „Knapp zwölf Kilometer liegt unsere Gemeinde von diesem Haltepunkt entfernt. Pendler in Richtung Berlin nutzen den Halt, um zuzusteigen. Auch Einwohner, die einen Home-office-Job haben, also von Zuhause aus arbeiten, nutzen diesen Haltepunkt, wenn sie nach Berlin möchten.“

Auch Penkuns Bürgermeisterin Antje Zibell ist von dem jetzt vollendeten Projekt begeistert. „Die Stadt Penkun unterstützt dieses Vorhaben sehr, weil es auch unsere Region mit erschließt“, stellt sie fest.

Regionalexpress zwischen Berliner Flughafen und Stettin ohne Umsteigen

Der Gartzer Amtsdirektor Gotzmann, setzt sich für eine grundsätzliche Neuausrichtung des Personenverkehrs auf der Stettiner Bahn ein. So fordert er einen stündlichen, umsteigefreien Regionalexpress zwischen dem Flughafen in Berlin und Stettin mit Halten in Eberswalde, Angermünde, Casekow und Tantow, in der morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeit ist er sogar für einen Dreißig-Minuten-Takt. Bis das Realität ist, wird allerdings noch Zeit ins Land gehen.

Die grenzübergreifende Bahnstrecke zwischen Berlin und Stettin wird bis 2026 zweigleisig ausgebaut. Entlang der Strecke werden schon jetzt, wie in Tantow, erste „Park and Ride“- (Park und Reise)-Anlagen errichtet. Aktuell brauchen Züge fast zwei Stunden, um zwischen den Städten zu pendeln. Unter 80 Minuten wird die Reisezeit ab Tantow bis nach Berlin sinken, wenn 2026 die Zweigleisigkeit wieder hergestellt ist.

 

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