Statt sie zu den Adressaten zu bringen, entsorgte ein Zusteller hunderte von Postsendungen in der Botanik. Die Post feuerte de
Statt sie zu den Adressaten zu bringen, entsorgte ein Zusteller hunderte von Postsendungen in der Botanik. Die Post feuerte den Mann umgehend. ZVG
Säckeweise nicht zugestellte Post

Polizei ermittelt immer noch gegen Postboten

Statt sie zu den Adressaten im Raum Pasewalk zu bringen, entsorgte Anfang Oktober ein Briefbote mehrfach Sendungen in der Botanik. Die Post entließ den Mann sofort. Bei der Polizei dauert’s etwas länger.
Pasewalk

Warum der Zusteller, Briefe, Pakete und Werbesendungen im September und Oktober im Pasewalker Umland säckeweise in der Botanik entsorgte, statt sie zu den Adressaten zu bringen, ist ungeklärt. Doch als die Fälle publik wurden, reagierte der Arbeitgeber schnell. Nach betriebsinternen Recherchen bei der Post wurde der Mann gefeuert und Strafanzeige gegen ihn gestellt. Offenbar war es für die Verantwortlichen eindeutig, dass der Mitarbeiter bei Viereck und Fahrenwalde sowie zwischen Klein Luckow und Blumenhagen aufgefundene Postsendungen einfach weggeworfen hatte.

Das kann noch dauern

Bei der Polizei liegt das ein wenig anders. „Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf den Tatverdächtigen“, erklärt Andrej Krosse, Pressesprecher der Polizeiinspektion Anklam. Allerdings musste er offen lassen, wann die Ermittlungen abgeschlossen und der Fall der Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung übergeben werden kann. Zur Begründung hieß es, dass alle Fälle dem Verdächtigen eindeutig nachgewiesen werden müssten.

Die Sendungen sind inzwischen zugestellt worden

Indes dementierte Post-Pressesprecher Dr. Hans-Christian Mennenga, dass es bei den illegal entsorgten Postsendungen um Größenordnungen im Kubikmeterbereich handelte. „Es waren zumeist Werbesendungen“, erklärte er. Die Sendungen seien nach der Rückgabe durch die Polizei den Adressaten mit einem erklärenden Begleitschreiben zugestellt worden. Wer dennoch eine Postsendung vermisst, sollte sich an den Kundenservice der Post wenden und einen Nachforschungsauftrag auslösen.

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