SÄCKEWEISE POST ENTSORGT

Post hat beschuldigten Zusteller gefeuert

Nach dem Fund nicht zugestellter Postsendungen ist die Deutsche Post um Schadensbegrenzung bemüht. Sie hat den Zusteller gefeuert und ihn bei der Polizei angezeigt. Außerdem wurden knapp 1300 Sendungen bereits mit einem Schreiben versehen und nachgesendet.
Rainer Marten Rainer Marten
Die Deutsche Post hat offenbar durch eigene Ermittler einen Verdächtigen ausgemacht, der Briefe, Prospekte und Pakete nic
Die Deutsche Post hat offenbar durch eigene Ermittler einen Verdächtigen ausgemacht, der Briefe, Prospekte und Pakete nicht zugestellt haben soll. Der Mann wurde bereits gefeuert. Oliver Berg
Pasewalk.

Nach dem Auffinden weggeworfener Briefe, Werbesendungen und Pakete ist die Deutsche Post um Schadensbegrenzung bemüht. Die Sendungen, sind der Empfänger oder Absender noch identifizierbar, sollen ohne weiteren Verzug ausgetragen werden. Das betrifft vor allem die Erstfunde ab dem 18. September im Bereich Pasewalk. Postsprecherin Maike Wintjen: „In den Folgetagen kam es zu wiederholten Funden. Hierbei handelte es sich um knapp 1300 überwiegend Werbesendungen, die zwischenzeitlich unseren Kunden mit einem entsprechenden Anschreiben zugestellt wurden.“

Post setzte eigenen Security-Spezialisten auf den Fall an

Um den Fall aufzuklären, schickte die Deutsche Post ihre eigenen Security-Spezialisten in die Spur. „Sie haben einen bis dahin bei uns beschäftigten Mitarbeiter zu diesem Fund befragt und im Ergebnis Strafanzeige erstattet. Wir haben uns bereits von diesem Mitarbeiter getrennt“, sagte sie.

Die Sendungen, die in den vergangenen Tagen entdeckt wurden, habe die Polizei noch nicht freigegeben. „Sobald uns die Sendungen übergeben werden, werden wir die Daten auswerten. Die noch zustellfähigen Sendungen werden den Empfängern mit einem erklärenden Begleitschreiben ebenfalls zugestellt“, so die Sprecherin.

Es kann ein Nachforschungsantrag gestellt werden

Sollten Kunden Sendungen mit Bezug zur betreffenden Region vermissen, besteht die Möglichkeit für die Absender, einen Nachforschungsauftrag über den Kundenservice zu erteilen, so die Sprecherin.

Ein Landwirt sowie Spaziergänger hatten in den vergangenen Tagen rund dreieinhalb Kubikmeter Briefe, Prospekte und aufgerissene Amazon-Pakete entdeckt, die nicht zugestellt, sondern auf Brachland oder im Schilf entsorgt worden waren. Die Polizei ermittelt in dem Fall wegen Verstoßes gegen das Post- und Briefgeheimnis.

 

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