LANDTAGSWAHL 2021

Provokante Fragen beim Wahlforum in Pasewalk

Fünf Landtagskandidaten für den Wahlkreis 36 stellten sich den Fragen bei einer von der Stadt Pasewalk und dem Demokratieladen Anklam organisierten Podiumsdiskussion.
Sie stellten sich den Fragen: Die Landtagskandidaten Beate Schlupp (CDU/v. l., Nico Jahnke (AfD), Bettina Martin (SPD), Klaus-
Sie stellten sich den Fragen: Die Landtagskandidaten Beate Schlupp (CDU/v. l., Nico Jahnke (AfD), Bettina Martin (SPD), Klaus-Georg Mohrholz-Wensauer (Die Linke) und Jacqueline Voigt (Grüne). Fred Lucius
Gut 40 Gäste verfolgten die Diskussion mit den Direktkandidaten für den Wahlkreis 36 im Pasewalker Kulturforum.
Gut 40 Gäste verfolgten die Diskussion mit den Direktkandidaten für den Wahlkreis 36 im Pasewalker Kulturforum. Fred Lucius
Pasewalk ·

Einige Fragen aus dem Podium waren bereits gestellt, dann kam die nach der Herzensangelegenheit, die die Kandidaten bei einer möglichen Wahl als Landtagsmitglied umsetzen wollen. Die Antworten fielen unterschiedlich, im Kern zum Teil aber auch einheitlich aus. Für Nico Jahnke (AfD) wäre es ein Herzensthema, wenn junge Leute wie seine alten Freunde wieder zurück in die alte Heimat kommen, hier arbeiten und in eine ordentliche Wohnung ziehen können. Wichtig ist dem Strasburger zudem ein Schuldenschnitt für die Kommunen, damit diese nicht ständig auf die Finanzierung aus der Landeshauptstadt angewiesen sind.

Beate Schlupp (CDU) aus Ueckermünde möchte in Schwerin eine Stimme für die Region Uecker-Randow sein und den überbordenden Eingriffen aus den Städten in ländliche Räume etwas entgegensetzen. Wenn gesamtgesellschaftliche Forderungen wie etwa nach mehr erneuerbaren Energien durch Windkraft erhoben werden, müsse man fragen, wie die Leute auf dem flachen Land damit klarkommen, wie das kompensiert werden kann und welche Perspektiven es gebe, sagte die Landtags-Vizepräsidentin.

Zwei Bewerber hatten abgesagt

Wunsch von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) ist es, dass die Region lebenswert für Jung und Alt bleibt. Es gebe hier viele wunderbare Dörfer und Menschen, die nicht weggegangen seien. Deren Potenzial müsse man nutzen. Es bleibe eine riesige Aufgabe, die Region zu entwickeln. Für Klaus-Georg Mohrholz-Wensauer (Die Linke) ist es eine Herzensangelegenheit, den Leuten gute Löhne zu zahlen. Dann würden diese auch gerne in dieser Region leben. Gute Löhne seien aber nur zu erreichen, wenn man die Gewerkschaften stärke, zeigte sich der Vierecker überzeugt. Jacqueline Voigt (Grüne) wiederum hat sich auf die Fahne geschrieben, gegen die Vorurteile gegenüber ihrer Partei anzugehen. Windkrafträder direkt vor der Haustür wolle sie nicht, auch sei sie kein Freundvon großen Solarparks. Vielmehr müsse man Dächer für Solarenergie nutzen. Geld aus den erneuerbaren Energien müsse man zudem auch in die Kommunen geben, sagte die Greifswalder Jura-Studentin.

Die Stadt Pasewalk und der Demokratieladen Anklam hatten zu der Podiumsdiskussion die sieben Direktkandidaten ins Kulturforum eingeladen. Jürgen Posovszky (FDP) aus Rothenklempenow und der Raminer Torsten Kind (Freier Horizont) hatten abgesagt. Nach einer kurzen Selbst-Vorstellung leitete Moderator Carsten Schönebeck vom Nordkurier mit einer durchaus provokanten Frage an jeden Kandidaten die Diskussionsrunde ein. So wollte der Moderator von Klaus-Georg Mohrholz-Wensauer wissen, wie die Linke mit ihrer Altersstruktur gerade junge Leute in der Region halten wolle. Angesichts der Situation in der AfD fragte er Nico Jahnke, warum man ihn wählen solle und ob die CDU nicht die bessere Alternative für ihn wäre. Im ländlichen Raum würden die Grünen als Partei der Städte wahrgenommen. Wie sie das mit ihrer Kandidatur zusammenbringe, lautete die Frage an Jacqueline Voigt. Schönebeck konfrontierte Beate Schlupp als Mitglied einer Regierungspartei mit der Frage, warum das Problem mit den Wölfen noch nicht gelöst sei. Bettina Martin schließlich sollte erklären, wie die Bildungspolitik als eines der wichtigsten politischen Themen derzeit im Land mit ihren nicht so guten Umfragewerten zusammenpasse. Um eine Antwort auf die Fragen war keiner der Kandidaten verlegen.

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Kommentare (1)

hat Schluppi das Mandat wohl schon sicher.