Die Polizei hatte die beiden Verdächtigen im August 2021 festgenommen.
Die Polizei hatte die beiden Verdächtigen im August 2021 festgenommen. Stefan Sauer
Flüchtlinge

Prozess gegen mutmaßliche Schleuser in Pasewalk

Gut ein Dutzend Flüchtlinge sollen die Beschuldigten nach Deutschland gebracht haben. Gegen Bezahlung.
dpa
Pasewalk

Das Amtsgericht Pasewalk beschäftigt sich am Donnerstag erstmals mit zwei mutmaßlichen Schleusern, die Migranten aus Belarus nach Deutschland gebracht haben sollen. Der 38-jährigen Frau und dem 39-jährigen Mann wirft die Staatsanwaltschaft Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz durch illegales Einschleusen von Ausländern vor. Die beiden polnischen Beschuldigten waren am 18. August bei Löcknitz festgenommen worden.

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Rund 1000 Euro pro Flüchtling

Sie sollen etwa 15 irakische Frauen, Männer und Kinder rund 1000 Kilometer von der belarussisch-polnischen Grenze bis zur deutsch-polnischen Grenze gefahren und sie dann nach Deutschland gebracht haben. Es seien etwa 1000 Euro pro Passagier gezahlt worden.

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Die Iraker seien ohne entsprechende Versorgung auf der kahlen Ladefläche eines Transporters transportiert worden. Laut Bundespolizei wurden sie schließlich an der Straße nach Brüssow (Uckermark) aufgegriffen und kamen in eine Erstaufnahmeeinrichtung.

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