INFEKTION

Rätsel um Corona-Fall im Pasewalker Hort

Eine abgesagte Blutspende am Freitag, ein geschlossener Hort am Montag: Das Rätselraten um eine mögliche Corona-Infektion eines Pasewalker Hortkindes geht weiter. Zuständige Institutionen hüllen sich in Schweigen – dementieren aber auch nicht.
Der DRK-Hort „Pantoffelparadies“ bleibt bis einschließlich zum 29. Juli geschlossen. Ob der mögliche Gr
Der DRK-Hort „Pantoffelparadies“ bleibt bis einschließlich zum 29. Juli geschlossen. Ob der mögliche Grund dafür die Corona-Infektion eines Hortkindes ist, bleibt weiterhin unklar. Johanna Horak
Dieser Zettel informiert am Eingang über die Schließung der Einrichtung.
Dieser Zettel informiert am Eingang über die Schließung der Einrichtung. Johanna Horak
Pasewalk.

Wer momentan versucht den DRK-Hort „Pantoffelparadies“ in Pasewalk telefonisch zu erreichen, der hört eine Ansage vom Band. Darauf heißt es, dass die Einrichtung für zehn Tage geschlossen bleibt. Für weitere Fragen solle man sich an die Geschäftsstelle wenden. Gleiches wird Besuchern an der Eingangstür mitgeteilt.

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Was steckt dahinter?

In der Einrichtung werden normalerweise rund 170 Kinder betreut. Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass eine für Freitag geplante Blutspendeaktion im selben DRK-Hort ausgefallen war. Auf Nordkurier-Nachfrage beim DRK Blutspendedienst hieß es am Montag, dass das Gesundheitsamt des Kreises etwa 30 Minuten vor dem geplanten Beginn untersagt hätte, die Aktion im Hortgebäude durchzuführen. Als Grund sei eine Corona-Neuinfektion im Landkreis genannt worden.

Land meldet infiziertes Kind

Die Corona-Infektion eines Hortkindes in Vorpommern-Greifswald war am Freitagnachmittag auch durch das Gesundheitsministerium öffentlich gemacht worden. Ob es sich bei dem Hortkind, um ein Kind aus dem Pasewalker Hort „Pantoffelparadies“ handelt, dazu äußerte sich die Pressesprecherin des LAGuS, Anja Neutzling, nicht. „Wenn es sich um Einzelfallmeldungen handelt, dann machen wir keine Angaben dazu“, sagte sie auf Nordkurier-Nachfrage. „Sollte sich daraus irgendetwas Größeres entwickeln, dann würden wir die Öffentlichkeit aber darüber informieren“, ergänzte die Sprecherin.

Keine Details zu einzelnen Fällen

Eine ähnliche Antwort auf die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen dem abgesagten Blutspendetermin und dem Corona-infizierten Hortkind bestehe, kam auch erneut von Landkreissprecher Achim Froitzheim. „Einzelne Fälle von Covid-19-Erkrankungen werden von uns prinzipiell nicht verortet. Treten mehrere Fälle am selben Ort, beispielsweise in einer Pflegeeinrichtung auf, nennen wir hingegen den Ort sehr wohl“, sagte er. Vor diesem Hintergrund wolle er die aufgestellte Hypothese eines möglichen Zusammenhangs weder bestätigen noch dementieren.

Blutspenden ist anderswo möglich

Andere Blutspendetermine wie beispielsweise am 29. Juli in Ueckermünde, am 5. August in Strasburg oder am 18. August in Löcknitz finden laut der Internetseite des DRK-Blutspendedienstes wie geplant statt. Auch die Blutspende der Uni-Klinik Greifswald finden weiterhin statt.

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