Schwarze Kreuze

Rechte Szene will neuen Volkstrauertag etablieren

In mehreren Orten im Kreis Vorpommern-Greifswald tauchten am Wochenanfang schwarze Kreuze auf – angebracht unter anderem an Verkehrsschildern und Bäumen. In Strasburg waren sie mit einem Zettel versehen. Für die Polizei kommt die Aktion nicht überraschend.
Im Strasburger Stadtgebiet wurden sechs schwarze Kreuze, versehen mit einem Zettel, angebracht. Nach Bekanntwerden sind die Sy
Im Strasburger Stadtgebiet wurden sechs schwarze Kreuze, versehen mit einem Zettel, angebracht. Nach Bekanntwerden sind die Symbole noch am gleichen Tag entfernt worden. Fred Lucius
So wie hier in Wolgast stellten die Täter an vielen Orten des Landkreises Vorpommern-Greifswald schwarze Kreuze auf.
So wie hier in Wolgast stellten die Täter an vielen Orten des Landkreises Vorpommern-Greifswald schwarze Kreuze auf. Tilo Wallrodt
In Neeberg, einem Ortsteil von Krummin auf der Insel Usedom, war ein schwarzes Kreuz am Ortseingangsschild angebracht.
In Neeberg, einem Ortsteil von Krummin auf der Insel Usedom, war ein schwarzes Kreuz am Ortseingangsschild angebracht. Tilo Wallrodt
Vorpommern

Strasburg, Greifswald, Demmin, Wolgast, Krummin oder Neeberg – in mehreren Orten im Kreis Vorpommern-Greifswald haben Unbekannte am Wochenanfang schwarze Holzkreuze angebracht. Diese waren an Ortseingangsschildern, Bäumen oder Verkehrsschildern befestigt und unter anderem mit der Aufschrift „Wacht auf!“ oder Zetteln versehen, die teilweise abgerissen wurden. In Dörfern und Städten im ganzen Bundesland sei es zu derartigen Aktionen gekommen, sagt Nicole Buchfink, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Da es sich um eine Ordnungswidrigkeit handele, werde in jedem Fall Anzeige erstattet.

Polizei ordnet Aktion der rechten Szene zu

Für die Polizei komme die Aktion nicht überraschend. Der Polizeisprecherin zufolge werden seit dem Jahr 2014 um den 13. Juli Holzkreuze aufgestellt. Dabei handele es sich um eine Aktion, die der rechten Szene zugeordnet werde.Allein für die Stadt Strasburg bestätigte Andrej Krosse, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam, sechs Kreuze im Stadtgebiet. „Die rechtsextreme Szene will mit der Aktion einen neuen Volkstrauertag inszenieren“, meint Krosse. Die Kreuze seien mit Sprüchen wie „Deutsche Opfer. Fremde Täter“, „Volkstod stoppen“ oder „Migration tötet“ versehen. Nach Angaben von Ordnungsamtsleiterin Anke Heinrichs seien die Kreuze inzwischen entfernt worden. Es könne aber durchaus sein, dass man noch eines übersehen habe. Weil die Kreuze auch an Bäumen befestigt wurden, handele es sich um Sachbeschädigung, was zur Anzeige gebracht wurde.

Verdacht der Volksverhetzung

Diese seit Jahren meist am 13. Juli auftauchende Aktion wird vom Verfassungsschutz der rechtsextremistischen Szene zugeordnet, die so an „deutsche Opfer von Gewalt durch Ausländer“ erinnern will. Nach früheren Angaben der Polizei waren in den Vorjahren landesweit 139 (2014), 120 (2015), 76 (2016), 68 (2017) und 179 (2018) solcher Kreuze gezählt und geborgen worden. Weil Kreuze auch die Aufschrift „Migration tötet“ beinhalten, werde auch wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt.

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Kommentare (7)

werden die freie Religionsausübung nicht unterbinden können. Die zitierten Systemsprecher sind mal wieder hilflos mit ihren Nazikeulen unterwegs. Die Abneigung gegen christliche Symbole scheint in einigen Behörden schon wahnhafte Züge anzunehmen. Stat crux dum volvitur orbis

auch selber, den Sie von sich geben?
Faschismus ist weder Meinung noch Religion, sondern ein Verbrechen!
Diese ganzen armen unterdrückten Nazis.

das Christentum für menschenfeindliche Aktionen in Beschlag zu nehmen, ist schon dreist! "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" heißt es, glaube ich. Oder "Was Du getan hast den geringsten unter Deinen Brüdern, das hast Du mir getan". Da war von Hetze gegen Mitmenschen nicht die Rede.

die Qualität, Art und Weise der Migration, die Qualität der persönlichen Integration sind ein entscheidender Faktor - beides sind enorme Vorteile und Chancen für die Zuwandernden also auch für D - der Knackpunkt aber ist die Politik dahinter, wie diese beiden Schwerpunkte Migration und Integration in Gesetz Recht u. Justiz gegossen sind, gelebt und Ziel führend umgesetzt werden - in diesen Punkten verdient D eine 5,5; und funktioniert nur völlig unzureichend - das Parteien Konvolut unterschiedlichster Machtspiele in D verschärft diese Problematik zusätzlich

Nach meinen Erfahrungen haben Atheisten mitunter Vorbehalte gegen Gläubige und soll es es ausdiskutieren.
Viele Muslime oder Orthodoxe, die ich als Christin kenne, sind dagegen völlig frei und offen. Aber wahrscheinlich begegne ich nur den Falschen...

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Viele Muslime oder Orthodoxe, die ich als Christin kenne, sind dagegen völlig frei und offen. Aber wahrscheinlich begegne ich nur den Falschen...

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Viele Muslime oder Orthodoxe, die ich als Christin kenne, sind dagegen völlig frei und offen. Aber wahrscheinlich begegne ich nur den Falschen...