INFRASTRUKTUR

Rekordsumme für Industriepark Berlin-Stettin

Das Schweriner Wirtschaftsministerium fördert mit der gigantischen Summe von knapp 12,2 Millionen Euro die Erschließung des ersten Bauabschnittes im Industriepark Berlin-Szczecin bei Pasewalk.
Landrat Michael Sack (links) vergaß, kurz seine Maske abzunehmen, als das Übergabefoto mit Bürgermeisterin Nac
Landrat Michael Sack (links) vergaß, kurz seine Maske abzunehmen, als das Übergabefoto mit Bürgermeisterin Nachtweih und Minister Glawe aufgenommen wurde. Rainer Marten
Die Zahl im Hintergrund bestimmte den Tag in Pasewalk: Minister Harry Glawe überbrachte  exakt 12 176 171,29 Euro Fö
Die Zahl im Hintergrund bestimmte den Tag in Pasewalk: Minister Harry Glawe überbrachte exakt 12 176 171,29 Euro Fördermittel für die Teilerschließung des Industrieparkes Pasewalk-Szczecin. Rainer Marten
Pasewalk.

Pasewalks Bürgermeisterin Sandra Nachtweih (CDU) hielt bereits den Fördermittelbescheid in der Hand, da holte sie noch einmal tief Luft. Emotional berührt sagte sie: „Für mich ist das heute ein wirklich großer Tag!“ Sekunden vorher hatte sie die in der Geschichte der Stadt bisher größte Fördersumme erhalten: genau 12 176171,29 Euro!

Mit diesem Geld unterstützt das Wirtschaftsministerium des Landes M-V den Ausbau des Gewerbe- und Industrieparks Berlin-Szczecin. Am Mittwoch fiel praktisch der Startschuss für die Erschließung des ersten Bauabschnitts. Rund 50 von 156 Hektar an der Straße Pasewalk – Stolzenburg werden mit dem Geld erschlossen. „Wir wollen in Vorpommern den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur voranbringen. Mit der Erschließung wird der Grundstein für die Ansiedlung von Unternehmen und vor allem auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen in Vorpommern gelegt“, sagte Harry Glawe (CDU), Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, in Pasewalk.

Sack: Hier passiert etwas ganz Großes

Mit dem Geld werden unter anderem die Trinkwasser-, Elektro- und Gasversorgung an das öffentliche Netz angeschlossen, ein Vorflutsystem zur Einleitung des Regenwassers in die Uecker errichtet sowie die Abwasserleitung mit dem öffentlichen Netz Pasewalks verbunden. „Pasewalk gilt vor allem auch für polnische Unternehmen als Zugang zu Westeuropa. Der Standort ist deshalb beispielsweise auch für die Logistikbranche attraktiv – schließlich ist die Stadt der norddeutsche Mittelpunkt zwischen Berlin und Stettin“, so Glawe weiter.

Sandra Nachtweih sprach von einem „Meilenstein, den wir für die Stadt und Region setzen“. „Hier passiert etwas Großes“, ergänzte Vorpommern-Greifswald Landrat Michael Sack (CDU). Die Investition trage dazu bei, dem Ziel der gleichwertigen Lebensverhältnisse näher zu kommen, denn in der Region bestehe Nachholebedarf.

Eine Neuansiedlung ist schon gelungen

Die Gesamtausgaben der inneren und äußeren Gebietserschließung belaufen sich auf 13 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur mit rund 12,2 Millionen Euro. Rund 400.000 Euro fließen darüber hinaus aus dem Vorpommernfonds. Das Wirtschaftsministerium hatte darüber hinaus 100 000 Euro über die Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV GmbH für die Neupositionierung und Vermarktung des Gewerbegroßstandortes zur Verfügung gestellt.

Eine Neuansiedlung ist jüngst bereits gelungen. Das Unternehmen TOPREGAL aus Stuttgart plant, nach Vorpommern zu expandieren und sich im Industriepark mit einem neuen Produktionsstandort anzusiedeln. Mit der neuen Produktionsstätte zur Verarbeitung und Veredelung von Schwerlastregalen werden zunächst 30 Dauerarbeitsplätze geschaffen.

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