MODELLPROJEKT „ILSE“

Rufbus-System wird ausgeweitet

Zwischen dem Amt Peenetal/Loitz und der Stadt Demmin wurden zuletzt neuartige Busverbindungen angeboten. Nun soll das Konzept auch im Amt Löcknitz-Penkun umgesetzt werden.
Carsten Schönebeck Carsten Schönebeck
Die Konzeption und Umsetzung des "ILSE"-Projektes hat bislang knapp 350 000 Euro gekostet.
Die Konzeption und Umsetzung des „ILSE”-Projektes hat bislang knapp 350 000 Euro gekostet. Gabriel Kords/Archiv
Loitz.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat sein Modellprojekt „ILSE“ offiziell abgeschlossen. Aus dem Experiment soll nun Stück für Stück die Regel werden.

Das Rufbus-System wurde seit Dezember 2017 zwischen dem Amt Peentetal/Loitz und der Stadt Demmin eingesetzt. Fahrgäste aus dem Amtsbereich können seitdem mit 60 Minuten Vorlauf Personentransporte bestellen. Die fahren zum üblichen Nahverkehrstarif und an Haltestellen, sind aber nicht an dessen starre Linien gebunden. Ermöglicht wurden Fahrten innerhalb des Amtsbereiches oder in die Stadt Demmin und zurück. Getestet wird vor allem, wie durch komplexe Software-Lösungen individuelle Verkehrswünsche gebündelt werden können.

Auch wenn die Fördermittel des Bundes inzwischen fast aufgebraucht sind, will der Initiator, der Landkreis Vorpommern-Greifswald, das Projekt weiterführen, sucht dafür allerdings noch Partner zur Finanzierung. Sozialdezernent Dirk Scheer setzt dabei vor allem auf das Land und die Krankenkassen, die dank der Rufbusse Geld für Krankentransporte sparen könnten. Bereits seit Juli wird das „ILSE”-System auch im Amt Jarmen-Tutow angeboten. Anfang 2019 sollen im Amt Löcknitz-Penkun ebenfalls derartige Rufbus-Angebote eingerichtet werden.

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