Ein Entsorgungsfahrzeug des Trink- und Abwasserzweckverbandes Uecker-Randow, Süd-Ost, am Klärwerk in Löcknitz.
Ein Entsorgungsfahrzeug des Trink- und Abwasserzweckverbandes Uecker-Randow, Süd-Ost, am Klärwerk in Löcknitz. Ab 2020 erhöhen sich die Entsorgungsgebühren für dezentrale Anlagen, also für abflusslose Sammelgruben und Kleinkläranlagen. Fred Lucius
Abwasserkosten Uecker-Randow

Sammelgruben: Abfuhr wird teurer

Für die meisten Kunden des Trink- und Abwasserzweckverband Uecker-Randow, Süd-Ost, bleiben die Gebühren im kommenden Jahr gleich. Einige Besitzer müssen aber deutlich mehr bezahlen.
Pasewalk

Wer an das öffentliche Netz des Trink- und Abwasserzweckverbandes Uecker-Randow, Süd-Ost, angeschlossen ist, muss auch im kommenden Jahr keine höheren Gebühren zahlen. Die seit 2008 geltenden Preise für Wasser von 1,93 Euro je Kubikmeter und für Abwasser von 4,47 Euro je Kubikmeter bleiben bestehen.

„Erst im kommenden Jahr werden die Preise für Trinkwasser neu kalkuliert“, sagt Petra Behnke, kaufmännische Geschäftsführerin. Nach ihren Angaben erhöhen sich aber ab 2020 die Entsorgungsgebühren für dezentrale Anlagen, also für abflusslose Sammelgruben und Kleinkläranlagen.

Während für letztere die Gebühr von 24,08 Euro auf 36,03 Euro je Kubikmeter steigt, müssen bei Sammelgruben künftig 14,41 Euro statt bisher 9,63 Euro je Kubikmeter bezahlt werden. „Wer eine Sammelgrube besitzt, sollte prüfen, ob sich eine Umrüstung auf eine Kleinkläranlage rechnet“, sagt Uwe Mentz, technischer Geschäftsführer des Zweckverbandes. Bei Kleinkläranlagen würden im Schnitt ein bis zwei Kubikmeter Klärschlamm im Jahr anfallen, die Abfuhr von Sammelgruben werde indes nach dem Trinkwasserverbrauch berechnet.

Mehrere Orten werden auch zukünftig nicht zentral angeschlossen

Dezentrale Anlagen – also Sammelgruben oder Kleinkläranlagen – betreiben im Verbandsgebiet rund 300 Grundstückseigentümer, weiß Mentz. Es gebe mehrere Orte wie Wetzenow, Glashütte und Sonnenberg sowie Ausbauten, die auch künftig nicht an das zentrale Abwassersystem angeschlossen werden.

„Bei den Sammelgruben wird die abzufahrende Menge weniger, Transport- und Personalkosten aber steigen“, sagt Verbandsvorsteher Dietmar Großer. Man habe auch die Abfuhr durch ein eigenes Fahrzeug geprüft, was aber nicht kostengünstiger sei als bei der beauftragten Firma. Auf zahlreiche Faktoren, die zum Anstieg von Wasser- und Abwasserpreisen führen, habe man keinen Einfluss, erklärt Dietmar Großer. Das sei etwa bei Strom- oder Materialkosten der Fall.

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