HERDE WIRD GESCHLACHTET

Schafhalter gibt sich Wolf geschlagen

Weil sich die Wolfsrisse in der Region häufen, zieht jetzt ein erster Schafhalter die Reißleine: Axel Schönhoff in Neu Polzow schafft seine Herde ab. Am Freitag traten die Tiere ihre letzte Reise zum Schlachter an.
Seit seiner frühsten Kindheit hält Axel Schönhoff in Neu Polzow Schafe. Vor zwei Jahren entdeckte er auf seinem Grundstück ein gerissenes Tier, in der Folgezeit kamen immer wieder Schafe weg. Er geht davon aus, dass die Tiere Opfer von Wolfsattacken wurden.
Seit seiner frühsten Kindheit hält Axel Schönhoff in Neu Polzow Schafe. Vor zwei Jahren entdeckte er auf seinem Grundstück ein gerissenes Tier, in der Folgezeit kamen immer wieder Schafe weg. Er geht davon aus, dass die Tiere Opfer von Wolfsattacken wurden. Rainer Marten
Axel Schönhoff hält in Neu Polzow Schafe der Rassen Schwarzkopf und Texelschafe. Angesichts der jüngsten Wolfsattacken hat sich der Halter jetzt entschlossen, seinen Tierbestand zu merzen. Die Schafe wurden am Freitag von einem Händler zur Schlachtung abgeholt.
Axel Schönhoff hält in Neu Polzow Schafe der Rassen Schwarzkopf und Texelschafe. Angesichts der jüngsten Wolfsattacken hat sich der Halter jetzt entschlossen, seinen Tierbestand zu merzen. Die Schafe wurden am Freitag von einem Händler zur Schlachtung abgeholt. Rainer Marten
Polzow ·

Axel Schönhoff hat am Freitag seine 14 Schafe zum Schlachthof in Teterow geschickt. Der 55-Jährige gibt seine Schafhaltung auf – wegen des Wolfs. „Solange ich lebe, gab es Schafe auf unserem Hof, ich bin mit diesen Tieren groß geworden.“

Seit zwei Jahren schwinde aber die Freude an diesem Hobby. Sorgen machen sich breit. „Im Juni 2015 haben wir ein erstes totes Schaf auf der Weide gefunden. Ein stattliches Tier, angeblich gerissen von einem Fuchs. Wer das glaubt...“ Fortan kamen immer wieder Schafe weg. Wenn bestritten werde, dass der Wolf für die toten Tiere verantwortlich sei, dann ärgere ihn das besonders. „Wir finden bei uns immer wieder Spuren, die größer als eine Männerfaust sind“, sagt er.

Kleine Halter sehen sich zur Aufgabe ihrer Herden gezwungen

Für ihn sind das eindeutige Belege, dass unter anderem im benachbarten Stiftshofer Forst und im Dickicht bis Borken und Blankensee Wölfe unterwegs sind. Das habe er auch von den Jägern gehört, die Wildkameras zur Kontrolle ihres Wildbestandes installiert haben und regelmäßig Aufnahmen auch von Wölfe erhalten.

„Wenn sich jetzt noch Land und Landkreis streiten, wer in Ramin für die Entnahme von Wölfen zuständig ist, wenn diese Schafe reißen, dann ist für mich das Maß voll.“ Politiker müssten aus seiner Sicht sich zu ihrer Verantwortung bekennen und nicht taktieren. Das Ergebnis dieses Taktieren sei, dass die kleinen Halter „regelrecht zur Aufgabe ihrer Herden gezwungen werden“. Er erwartet in der Sache mehr Rückgrat in Verwaltung und Politik.

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Kommentare (5)

14 Schafe zum Schlachter weil der Halter unfähig ist VIERZEHN ( in Worten ) Schafe vernünftig zu sichern ?
Und ja ganz dramatisch natürlich das die ( mutierten ? ) Wölfe Spuren hinterlassen haben die größer als ne Männerfaust sind - man o man - zu viel Grimms Märchen gelesen der gute Mann ?

Nur weil Wölfe im Gebiet sind waren die es auch die ein Schaf verschwinden ließen , wer glaubt denn diesen Unsinn bitte.
Vielleicht ein Glas Köm weniger dann sind die Spuren auch nicht mehr größer als ne Männerfaust .....

Was haben sie denn genommen MALUSTURM. Ist ihnen nicht gut. Mit welchem Recht unterstellen sie dem Schäfer er sei ein Trinker. Man kann Nutztier wie Schafe und Rinder etc nicht im freien vor Wolfsangriffen schützen es sei denn mir einer Beton Mauer, entsprechend hoch. Wenn einer behauptet ein Elektrozaun würde Wölfe abhalten, der spinnt,aber mächtig. Ein Fuchs geht schon über einen 2 m Zaun ohne sich anzustrengen. Die Politik wird gar nicht darum herum kommen , demnächst die Wölfe zum Abschuss freizugeben und so zumindest deren Anzahl drastisch zu reduzieren. Ich schreibe zu REDUZIEREN, nicht abzuschaffen. Das ist nämlich ein deutschlandweites Problem , nicht nur eins in MVP. Diese Wolfsbefürworter (sie gehören garantiert dazu) sollten ihren Fanatismus diesbezüglich ein bisschen herrunterfahren.

Soso! Er hat von Jägern gehört. Aber natürlich nicht geprüft. Dumm kann man da nur sagen.
Bei gerade 14 Schafen kann er keine eigene Wildkamera hinstellen? Vielleicht sind die Schafe auch zum Schächten gestohlen worden?
Für die Schafe macht Schlachter oder Wolf keinen Unterschied. Also waren dem Schäfer die Tiere dann doch nicht wichtig. Aber sich über den angeblichen Wolf aufregen.......
Das zeugt doch das es ihnen in keinster Weise um die Tiere geht sondern nur um Reibach.

Den Unsinn, den sie hier zum besten geben WILDSCHUTZ spottet jeder Beschreibung. Das es keine Wölfe waren, ist auch nicht erwiesen.
Das hier in MV Nutztiere von Wölfen gerissen worden sind, ist schon mehrfach bewiesen worden , sogar von Wolfsberatern, wenn auch zähneknirschend. Aber das ignorieren solche Fanatisten wie sie , weil das nicht in ihre Sichtweise passt. Sie schreiben irgendwelchen haltlosen Unsinn und beleidigen die Nutztierhalter auch noch. Nordkurier, solche Kommentare sollten nicht öffentlich lesbar sein!

Ja mal wieder ein Stück aus dem Tollhaus, Vollkaskomentalität lässt grüßen! Sich um die Tiere kümmern, einen vernünftigen Zaun bauen und vor allem nicht wie üblich gelegentlich mal nach den Viechern sehen. Das wäre es doch warum halten den in Pyrenäen, auf dem Balkan oder in Polen die Leute Schafe oder anderes Weidevieh ohne in die deutsche Hysterie zu verfallen. An die Adresse sogenannter Politiker die die großen Experten geben! Einen Wolf zu entnehmen, gar zu töten dürfte legal so gut wie unmöglich sein auf Grund des Schutzstatus in der EU. Aber anstatt das Schwarzwild und die übergroßen Rehwild bestände zu dezimieren gehen sogenannte Jäger lieber auf streng Geschütze Arten oder stehen an Mahnfeuern rum wenn sie in dieser Zeit bei einen Halter welcher mit Zaun bauen überfordert ist geholfen hätten wäre ein Teil der Diskussion erledigt! Ansonsten wie gabt in Deutschland ein Schuldiger ist gefunden der Wolf das jetzt ein solch bedeutender Schäfer aufgibt. Das er Wolf keinen Strom mag naja kosten natürlich nur Geld anstatt die Viecher freilaufen zu lassen manche Zäune tragen nur den Namen sind sonst ein Witz.