Elke Wiese, Manuela Ammon, Pascal Vida und Leon Hendrik (von links) schauen sich einen der Räume des zukünftigen Caf
Elke Wiese, Manuela Ammon, Pascal Vida und Leon Hendrik (von links) schauen sich einen der Räume des zukünftigen Cafés an. Könnte hier der „Zockerraum“ eingerichtet werden? Mathias Scherfling
Leon Hendrik und Pascal Vida inspizieren die kleine Küche. Gemeinsames Kochen hatten sie vorgeschlagen.
Leon Hendrik und Pascal Vida inspizieren die kleine Küche. Gemeinsames Kochen hatten sie vorgeschlagen. Mathias Scherfling
In der vergangenen Woche hatten die Schüler im Rathaus mit den Aktiven des Projekts über Ideen gesprochen.
In der vergangenen Woche hatten die Schüler im Rathaus mit den Aktiven des Projekts über Ideen gesprochen. Mathias Scherfling
Gegen Leerstand

Schüler und Erwachsene wollen in Pasewalks Innenstadt ein Café eröffnen

In Zentrum von Pasewalk soll eine Begegnungsstätte entstehen. Dafür haben sich Erwachsene und Jugendliche zusammengetan. Heute geht es mit den Malerarbeiten los.
Pasewalk

Was in der vergangenen Woche nur als Idee am Horizont erschien, wird nun Wirklichkeit. In Pasewalk soll eine Art Begegnungsstätte entstehen. Dazu hatten sich vor wenigen Tagen Aktive aus der Gruppe „Café Luna“ mit Jugendlichen im Rathaus getroffen, um über gemeinsame Pläne zu reden. Initiiert hatte die Veranstaltung das Kulturlandbüro. Die Stadt Pasewalk unterstützt das Projekt. Und die Pläne sind ehrgeizig. Wenn alles klappt, soll das „Café Luna“ schon am 16. Dezember eröffnet werden. Das sind gerade mal noch drei Wochen.

Lesen Sie auch: Da kommt sonst keiner so leicht rein – Pasewalker entdecken leere Läden

„Pasewalk hat die Chance, hier etwas auf die Beine zu stellen”

Der Kern der Gruppe „Café Luna“ besteht aus ehemaligen Mitstreiterinnen und Mitstreitern der Residenzkünstlerin Barbara Caveng, die im Sommer schon das „Café Kerstin“ in Pasewalk initiiert hatte. Dittmar Vonau gehört dazu. „Die Idee, etwas zusammen zu machen, stand am Anfang. Ich bin jemand, der gern mit Jugendlichen und Erwachsenen etwas macht. Und Pasewalk hat die Chance, hier etwas auf die Beine zu stellen“, sagte Vonau. Manuela Ammon ist ebenfalls Teil dieser Gruppe. „Wir möchten eine Stätte für alle schaffen – für Jugendliche genauso wie für ältere Mitbürger oder Frauen mit Kindern“, betonte sie. Nach dem Termin im Rathaus trafen sich nun einige Jugendlichen aus der Förderschule mit der Café-Gruppe in den Räumen in der Prenzlauer Straße 4.

Nähe zum Markt ist ein Vorteil

Beim Rundgang durch die unrenovierten Räume wurden Pläne geschmiedet. „Hier würde der Zockerraum ganz gut passen“, sagte Pascal Vida, als er in einem schmalen Raum stand. Der Zwölfjährige war auch im Rathaus schon dabei. Ihm gefällt die Idee mit dem Café gut. Vor allem die Nähe zum Markt sei ein Pluspunkt. Sein Klassenkamerad Leon Hendrik inspizierte inzwischen schon mal die kleine Küche im hinteren Bereich. Wiltrud Betzler-Schellin betonte, dass in den Räumen viele Ideen umgesetzt werden könnten.

Auch interessant: Rutsche im Keller, Bad aus DDR und Gitter vorm Fenster – Leere Räume faszinieren

Gruppe will Verein gründen und dann als Träger auftreten

Bis es aber soweit ist, muss noch einiges getan werden. Beispielsweise braucht das Projekt einen Träger. Das soll der Verein mit dem Projektnamen „Café Luna“ übernehmen. Dieser soll am 6. Dezember gegründet werden. Davor findet am Freitag ab 12.30 Uhr schon mal eine Maleraktion in den Räumlichkeiten statt. City-Managerin Claudia Große sagte, sie freue sich über das Engagement. „Ein großes Thema hier in Pasewalk ist natürlich der Leerstand und wie man in diese Läden wieder Leben bekommt. Dieses Geschäft steht schon eine ganze Weile leer. Wir hoffen einfach, dass sich aus der Idee etwas Schönes entwickelt. Dabei wollen wir gern unterstützen“, so Claudia Große. Dittmar Vonau betonte, dass es noch ein langer Weg sei. „Aber ein Anfang ist gemacht. Nun hoffen wir, dass es mit der Eröffnung klappt.“

Mehr lesen: Ukrainerin verziert Küchenbretter und stellt sie in Pasewalk aus

zur Homepage