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Seid ihr denn jetzt total närrisch geworden?

Die erste Reihe vor dem Penkuner Rathaus war für die Rolli-Fahrer reserviert, die fröhlich mitfeierten.

Die Karnevalsaison ist in Penkun mit einem ordentlichen Rumms gestartet. Das Rathaus wurde gestürmt und der Bürgermeister herausgeholt. Der beugte sich seinem Schicksal und spendierte der Menge belegte Brötchen.

In Penkun sagt man Helau. Besser gesagt: Man ruft es. Und zwar dreimal hintereinander. Burkhard Reinhold, Kapellmeister des Penkuner Karnevalclubs, musste am 11.11. um 11.11 Uhr nicht viel mehr machen, als dreimal hintereinander „Penkun“ in sein Mikrofon zu sagen. Stets bekam er ein „Helau“ aus Hunderten Kehlen als Antwort. Es schien, als sei die ganze Stadt aus ihren Häusern gekommen, um den großen Umzug zu sehen.

Für Karneval, das zeigte sich daran unmissverständlich, haben die Penkuner etwas übrig. Und wenn der 11. 11. auf einen Tag mitten in der Woche fällt, dann feiern sie eben mitten in der Woche. „Für einen Wochentag ist hier ganz schön viel los“, sagte denn auch eine Frau, die sich unter die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand mischte. Den Umzug schaut sie sich schon seit mehreren Jahren an. „Er ist jedes Jahr gut“, sagte sie. Heiko Prienke war extra aus dem nahen Sommersdorf nach Penkun gekommen. „Es ist schön, dass die kleine Stadt immer so viel auf die Beine stellt“, sagte er. „In Penkun wird Karneval noch gelebt.“

Die magische Uhrzeit 11.11 Uhr war dann der Startschuss für den großen Umzug des Penkuner Karnevalclubs, an dem sich auch zahlreiche Vereine und Geschäftstreibende der Stadt mit eigenen geschmückten Wagen beteiligten. Insgesamt 30 verschiedene Positionen aus Wagen und Gruppen bildeten den großen Tross.