ABGEZOCKT?

Sein Schornsteinfeger will immer mehr Kohle

Manfred Mißfeldt aus Pasewalk ist sauer: Von Jahr zu Jahr wird die Rechnung, die ihm sein Schornsteinfeger schickt, höher – und das in Riesenschritten. Doch er will sich das nicht länger gefallen lassen. Er fragt: Geht da wirklich alles mit rechten Dingen zu?
Angela Stegemann Angela Stegemann
Manfred Mißfeldt aus Pasewalk will sich die happigen Gebühren-Sprünge der Schornsteinfeger-Rechnung nicht gefallen lassen.
Manfred Mißfeldt aus Pasewalk will sich die happigen Gebühren-Sprünge der Schornsteinfeger-Rechnung nicht gefallen lassen. Angela Stegemann
Pasewalk.

Der Pasewalker Manfred Mißfeldt ist ziemlich fertig. Gerade kam Post von seinem Schornsteinfegermeister ins Haus. Und die hatte es in sich: Unter der Jahresrechnung stand ein Betrag von 315,56 Euro. Das ist die Summe für die sogenannte Feuerstättenüberprüfung. In Manfred Mißfeldts Haus gibt es fünf Wohnungen. Da an diesen eine Erbengemeinschaft hängt, hebt der Senior alle Rechnungen über Jahre gut auf. Da hat er es schwarz auf weiß. 2010 bezahlte er noch 148,75 Euro, 2011 waren es 228,57 Euro. Für Mißfeldt steht fest: „So einfach bezahle ich die Erhöhung nicht! Da muss sich doch mal jemand wehren!“

In jeder Wohnung befindet sich eine Gastherme. Die werden jährlich von einer Heizungsfirma gewartet. Deren Mitarbeiter nimmt die Geräte auseinander und reinigt sie. „Die Abgaswerte prüft er dann mit dem gleichen Gerät wie der Schornsteinfeger“, erzählt der Pasewalker. Kosten: 60 Euro. Für Mißfeldt ist unverständlich, warum dann der Schornsteinfeger überhaupt kommen muss.

Dass die Feuerstätten überprüft werden müssen, ist Gesetz, sagt Horst Frank von der Neuen Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Dafür gibt es noch eine Gebührenordnung. Er erinnert aber daran, dass Anfang 2013 der Schornsteinfegermarkt liberalisiert wurde. Das heißt: Die bisherige Gebührenordnung fürs Messen, Fegen und Kehren gilt nicht mehr. Schornsteinfegen ist ein Handwerk wie jedes andere. Jeder Hausbesitzer kann sich den aussuchen, den er möchte. Da sollte er natürlich auch Preise hinterfragen. „Die Diskussion über die Doppelrechnung gibt es immer wieder“, sagt Frank. Es gebe auch für Mitarbeiter der Heizungsfirmen die Möglichkeit, sich zu qualifizieren, sodass die erneute Messung durch den Schornsteinfeger entfallen könne. Doch davon werde selten Gebrauch gemacht.

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Kommentare (1)

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