Gesundheit

Selbsthilfe gegen die unterschätzte Krankheit Osteoporose

Der 20. Oktober ist Welt-Osteoporose-Tag. Warum die Aufklärung zu der Krankheit wichtig ist, erklärt Edelgard Porrey von der Selbsthilfegruppe Löcknitz.
Osteoporose tritt nicht nur bei Älteren auf.
Osteoporose tritt nicht nur bei Älteren auf. Patrik Skovran- www.sentello.de
Edelgard Porrey ist Vorsitzende der Osteoporose-Selbsthilfegruppe Löcknitz.
Edelgard Porrey ist Vorsitzende der Osteoporose-Selbsthilfegruppe Löcknitz. Fred Lucius
Eine gesunde und vitaminreiche Ernährung sowie Bewegung sind wichtig, um Osteoporose vorzubeugen oder zu behandeln.
Eine gesunde und vitaminreiche Ernährung sowie Bewegung sind wichtig, um Osteoporose vorzubeugen oder zu behandeln. Silvia Marks
Löcknitz

Eine Volkskrankheit, zu der es zu wenig Informationen gibt? „Ja, das ist so. Eine verstärkte Aufklärung zur Osteoporose ist dringend geboten. Die Krankheit wird oft unterschätzt, weil sie einen schleichenden Verlauf hat“, sagt Edelgard Porrey, Leiterin der Selbsthilfegruppe Osteoporose Löcknitz.

Nach ihren Angaben sind nicht nur ältere Frauen von der Knochenkrankheit betroffen, sondern auch Männer und jüngere Frauen. Vor allem bei Letzteren werde Osteoporose oft zu spät oder falsch behandelt. Meist wüssten Betroffene erst davon, wenn sie Knochenbrüche erleiden.

Gemeinsames Sporttreiben in der Gruppe

Um den Austausch von an Osteoporose Erkrankten zu fördern, gemeinsam Sport zu treiben und um gemeinsam etwas zu unternehmen, wurde bereits 1998 die Löcknitzer Selbsthilfegruppe mit acht Frauen gegründet. Initiatorin war seinerzeit Jutta Kühle aus Boock, erinnert Edelgard Porrey, Zwischenzeitlich auf 58 angewachsen, zähle die Gruppe heute 30 Mitglieder zwischen 65 und über 80 Jahre. „Seit Beginn an treffen wir uns einmal wöchentlich zum Funktionstraining, einer gezielten Osteoporose-Gymnastik, in der Löcknitzer Gerhart-Eisler-Turnhalle“, berichtet die Gruppen-Vorsitzende.

Das Training, das Mitarbeiter der Physiotherapiepraxis Judith Malchow leiten, werde zum Teil von den Krankenkassen bezahlt. Geschult würden dabei mit Bändern, Hanteln oder Bällen Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Gedächtnis. „Genauso wichtig ist uns aber auch die soziale Komponente, der Austausch mit Gleichgesinnten über das Krankheitsbild hinaus. Dafür hat sich auch meine Vorgängerin Helga Hinz sehr eingesetzt“, sagt die 72-Jährige, die von Lore Bose als Stellvertreterin und drei weiteren Frauen im Vorstand unterstützt wird.

Zu den gemeinsamen Veranstaltungen würden Wanderungen, Radtouren, Tanznachmittage und Filmabende oder regelmäßiges Schwimmen in Greifswald und im polnischen Gryfino gehören. „Das sind für uns immer schöne Höhepunkte. Die sind wichtig, damit man von zu Hause rauskommt“, erklärt Edelgard Porrey.

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