DORFJUBILÄUM

So feiert ein Dorf seinen 700. Geburtstag!

So richtig ins Zeug legten sich die Einwohner von Rossow. Ihr Dorf wurde vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Die Bürger feierten deshalb eine tolle Party mit allem Drum und Dran.
Gabriele Heyden Gabriele Heyden
Der Rossower Karneval Klub, kurz RKK, sorgte für Stimmung beim Umzug.
Der Rossower Karneval Klub, kurz RKK, sorgte für Stimmung beim Umzug. Gabriele Heyden
Irene und Herbert Boetzel schauten sich den Umzug vom Balkon des Hauses ihres Sohnes aus an. Irene, geborene Rossowerin, ist am 11. August 81 Jahre alt geworden. Ihr Mann Herbert kam 1945 aus Ostpreußen nach Rossow und wird im September 83.
Irene und Herbert Boetzel schauten sich den Umzug vom Balkon des Hauses ihres Sohnes aus an. Irene, geborene Rossowerin, ist am 11. August 81 Jahre alt geworden. Ihr Mann Herbert kam 1945 aus Ostpreußen nach Rossow und wird im September 83. Gabriele Heyden
Fleischermeister Ernst Just gründete seine Fleischerei 1927. Fotos am Umzugswagen und in der Ausstellung erzählten von diesem Rossower Handwerksbetrieb.
Fleischermeister Ernst Just gründete seine Fleischerei 1927. Fotos am Umzugswagen und in der Ausstellung erzählten von diesem Rossower Handwerksbetrieb. Gabriele Heyden
Ein Fleischermeister, wie man sich ihn vorstellt und ein Schwein, dass staunen lässt. Ernst Just betrieb ab 1927 eine Fleischerei in Rossow.
Ein Fleischermeister, wie man sich ihn vorstellt und ein Schwein, dass staunen lässt. Ernst Just betrieb ab 1927 eine Fleischerei in Rossow. Gabriele Heyden
Gute Laune herrschte auf allen Umzugswagen und auch beim Fußvolk. Man feiert schließlich nur einmal den 700. Geburtstag.
Gute Laune herrschte auf allen Umzugswagen und auch beim Fußvolk. Man feiert schließlich nur einmal den 700. Geburtstag. Gabriele Heyden
Etliche Pferde nahmen am Umzug teil. Alle Achtung den Reitern und Gespannfahrern. Dieses Doppeelpaar dokumentierte die Franzosenzeit.
Etliche Pferde nahmen am Umzug teil. Alle Achtung den Reitern und Gespannfahrern. Dieses Doppeelpaar dokumentierte die Franzosenzeit. Gabriele Heyden
Das sind zu viele Bänke, so meinten Rossower zu Bürgermeister Edmund Gebner. Das es nicht zu viele waren, zeigte sich schnell. 1000 und mehr Geburtstagsgäste schätzte das Dorfoberhaupt.
Das sind zu viele Bänke, so meinten Rossower zu Bürgermeister Edmund Gebner. Das es nicht zu viele waren, zeigte sich schnell. 1000 und mehr Geburtstagsgäste schätzte das Dorfoberhaupt. Gabriele Heyden
Das Pfarrerpaar Matthias und Ulrike Bohl marschierte gut gelaunt hinter dem Modell der Rossower Kirche her.
Das Pfarrerpaar Matthias und Ulrike Bohl marschierte gut gelaunt hinter dem Modell der Rossower Kirche her. Gabriele Heyden
Rossow ist nun 700 Jahre alt. Ein hohes Alter. Das Dorf indes ist jung geblieben, das bewies die tolle Feier am Sonnabend.
Rossow ist nun 700 Jahre alt. Ein hohes Alter. Das Dorf indes ist jung geblieben, das bewies die tolle Feier am Sonnabend. Gabriele Heyden
Den besten Überblick über den Umzug hatten diese vier Damen vom Dach der Firma Resch-Torsyteme aus. Andrea Gülzow, Anita Müller, Jana Rambow und Lissi La-Ramee stießen mit einem Gläschen Sekt auf den 700. an. 
Den besten Überblick über den Umzug hatten diese vier Damen vom Dach der Firma Resch-Torsyteme aus. Andrea Gülzow, Anita Müller, Jana Rambow und Lissi La-Ramee stießen mit einem Gläschen Sekt auf den 700. an.  Gabriele Heyden
Die Zuchtgemeinschaft Klaus Kolm/Jörg und Norman Göde ließen 70 weiße Tauben fliegen. Je zehn für ein Jahrhundert Rossow. Eine schöne Eröffnung der Feierlichkeiten auf dem Festplatz.
Die Zuchtgemeinschaft Klaus Kolm/Jörg und Norman Göde ließen 70 weiße Tauben fliegen. Je zehn für ein Jahrhundert Rossow. Eine schöne Eröffnung der Feierlichkeiten auf dem Festplatz. Gabriele Heyden
Der Trabi ist aus der Geschichte nicht wegzudenken. Dieser Fan aus Ueckermünde war ein echter Hingucker beim Umzug in Rossow.
Der Trabi ist aus der Geschichte nicht wegzudenken. Dieser Fan aus Ueckermünde war ein echter Hingucker beim Umzug in Rossow. Gabriele Heyden
An die Umsiedlung vieler Menschen zum Ende des Zweiten Weltkrieges erinnerten sich die Rossower natürlich auch.
An die Umsiedlung vieler Menschen zum Ende des Zweiten Weltkrieges erinnerten sich die Rossower natürlich auch. Gabriele Heyden
Das VEG Borken unterhielt von 1978 bis 1991 eine Kälberanlage in Rossow. Fotos: Gabriele Heyden
Das VEG Borken unterhielt von 1978 bis 1991 eine Kälberanlage in Rossow. Fotos: Gabriele Heyden Gabriele Heyden
Die Vereine des Dorfes gestalteten den Festumzug mit. Hier der Rassegeflügelzuchtverein.
Die Vereine des Dorfes gestalteten den Festumzug mit. Hier der Rassegeflügelzuchtverein. Gabriele Heyden
Wenn mein starker Arm es will, stehen alle Räder still, wird Bürgermeister Edmund Gebner gedacht haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde die B104 in Rossow am Sonnabend doch gesperrt und der Festumzug konnte stattfinden. Wäre auch schade gewesen, wenn nicht!
Wenn mein starker Arm es will, stehen alle Räder still, wird Bürgermeister Edmund Gebner gedacht haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde die B104 in Rossow am Sonnabend doch gesperrt und der Festumzug konnte stattfinden. Wäre auch schade gewesen, wenn nicht! Gabriele Heyden
Auch eine Weidenschälerei gab es in Rossow. Die betrieb Karl Fechner. Noch heute wohnen zwei Frauen in Rossow, die damals in der Schälerei gearbeitet haben. Das sind Erika Nadler und Gisela Zobel.
Auch eine Weidenschälerei gab es in Rossow. Die betrieb Karl Fechner. Noch heute wohnen zwei Frauen in Rossow, die damals in der Schälerei gearbeitet haben. Das sind Erika Nadler und Gisela Zobel. Gabriele Heyden
Da wurde so manche Hürde genommen, um einen guten Aussichtsplatz für den Umzug zu finden.
Da wurde so manche Hürde genommen, um einen guten Aussichtsplatz für den Umzug zu finden. Gabriele Heyden
Bürgermeister Edmund Gebner fehlte beim Umzug natürlich nicht.
Bürgermeister Edmund Gebner fehlte beim Umzug natürlich nicht. Gabriele Heyden
Vom Dach der Firma Resch-Torsysteme aus hatten vier Damen besten Überblick über das Geschehen auf der B104.
Vom Dach der Firma Resch-Torsysteme aus hatten vier Damen besten Überblick über das Geschehen auf der B104. Gabriele Heyden
Schweinische Umzugsteilnehmer. Der Biopark-Betrieb Rossower Grünland GmbH hatte tierisch aufgeladen: Zwei Färsen und drei unaufgeregte Schweine nahmen am Umzug teil.
Schweinische Umzugsteilnehmer. Der Biopark-Betrieb Rossower Grünland GmbH hatte tierisch aufgeladen: Zwei Färsen und drei unaufgeregte Schweine nahmen am Umzug teil. Gabriele Heyden
Viele andere Dörfer halfen beim Gestalten des Festumzugs zum 700. Geburtstag von Rossow, hier beispielsweise Fahrenwalde.
Viele andere Dörfer halfen beim Gestalten des Festumzugs zum 700. Geburtstag von Rossow, hier beispielsweise Fahrenwalde. Gabriele Heyden
Einst rückte die Feuerwehr mit der Kuschte zu einem Brand aus. Rossow besitzt sie nach heute und zeigte sie im Umzug.
Einst rückte die Feuerwehr mit der Kuschte zu einem Brand aus. Rossow besitzt sie nach heute und zeigte sie im Umzug. Gabriele Heyden
Rossow.

Was macht ein Dorf, wenn es nachweislich 700 Jahre alt wird? Es feiert. Genau das taten die Rossower und all die Gäste des kleinen Dorfes. Die gesamten 700 Jahre Ortsgeschichte  marschierten Sonnabend während des Festumzuges durch das Dorf, kommentiert von Sabine Witthuhn aus Bergholz. Dass diese Frau es versteht, zu vertellen, weiß mittlerweile jeder Vorpommer. So erfuhren die Festumzugszuschauer aus Rossow, Pasewalk und den umliegenden Dörfern viele Hintergründe zu den dargestellten Szenen. Zum Beispiel, dass es in Rossow bis 1956 die Weidenschälerei von Karl Fechner gab und das heute noch zwei Frauen in Rossow wohnen, die damals in der Schälerei gearbeitet haben. Das sind Erika Nadler und Gisela Zobel. 

Der Nachtwächter, der den Festumzug anführte, heißt Klaus-Dieter Neitzel. Er, Ralf-Peter Nadler und Jörg Schleicher bereiteten dem Dorf ein besonderes Geschenk. Sie gestalteten eine Ausstellung zum 700. Geburtstag. Zahlreiche historische Fotos erinnerten an die Schulzeit, an Handwerksbetriebe, an Auszeichnungen, an das Dorfleben vor langer Zeit und auch an die Bürgermeister. Alle Dorfoberhäupter seit 1905 konnten bestaunt werden. Das jetzige ist Edmund Gebner, seit dem 1. Juli 2004 im Amt. Und der war hin und weg von der Ausstellung – wie die zahlreichen Besucher. „Das war unsere Kindheit; dazu weiß ich eine Geschichte; das ist neben Oma, wo Ecki jetzt wohnt; ist das spannend... “, war da zu hören. Edmund Gebner war aber nicht nur wegen der Ausstellung hin und weg. Er war schlicht überwältigt, wie viele aus anderen Dörfern beim Gestalten des Jubiläumsfestes geholfen haben. Zu einem besonderen Höhepunkt beigetragen haben Klaus Kolm sowie Jörg und Norman Glöde. Sie ließen 70 weiße Tauben ihrer Zuchtgemeinschaft in den Himmel fliegen, zehn für jedes Jahrhundert. Da kann auch in Zukunft nichts schiefgehen in Rossow, Glück und Frieden für die nächsten 700!

StadtLandKlassik - Konzert in Rossow

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