Doreen Werth, Leiterin der Jugendbegegnungsstätte am Kutzowsee, und Landrat Michael Sack freuen sich, dass die Zukunft de
Doreen Werth, Leiterin der Jugendbegegnungsstätte am Kutzowsee, und Landrat Michael Sack freuen sich, dass die Zukunft der Anlage gesichert ist. ZVG
Auf diesem Gelände haben ganz viele Kinder ihre Ferien verbracht.
Auf diesem Gelände haben ganz viele Kinder ihre Ferien verbracht. ZVG
Nach Insolvenz

So geht es mit dem DDR-Ferienlager in Plöwen weiter

Ganz viele Kinder haben mindestens ein Mal die Sommerferien am Kutzowsee verbracht. Jetzt stand die Anlage vor dem Aus. Das will der Landkreis verhindern.
Plöwen

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald will die Jugendbegegnungsstätte am Kutzowsee in Plöwen weiterführen und ist im Begriff, die Weichen für den künftigen Betrieb zu stellen. „Wir sind derzeit dabei, einen Eigenbetrieb zu gründen und werden dann entscheiden, mit welcher Ausrichtung wir das Objekt betreiben werden“, so Vize-Landrat Jörg Hasselmann. Damit wäre die Existenz der seit Jahrzehnten beliebten Anlage als Jugendbegegnungsstätte auch künftig gesichert.

Ausbildung der Jugendfeuerwehren

Wenn der Kreis die Begegnungsstätte in Eigenregie weiterführt, werden alle Arbeitskräfte übernommen, sagte Hasselmann. Das Ferienlager soll auch künftig Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich aktiv zu erholen. „In der Perspektive könnten wir uns zudem vorstellen, dass die Anlage in Plöwen unter anderem von den Jugendfeuerwehren zur Ausbildung und als Freizeitanlage genutzt wird.“

Die über die Grenzen der Region bekannte Jugendbegegnungsstätte bei Plöwen nahe der polnischen Grenze ist seit rund einem halben Jahrhundert eine Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche. Bereits zu DDR-Zeiten hatte die Anlage einen guten Namen durch die Nutzung als Ferienlager, aber auch für weitere Zwecke der Jugendfreizeitgestaltung.

Zurzeit sind Flüchtlinge dort untergebracht

Nach der Insolvenz des letzten Betreibers im Jahr 2020 stand die Existenz und Zukunft der gesamten Jugendbegegnungsstätte zur Disposition. Der Suche der Kreisverwaltung nach einem neuen Betreiber mit stimmigem Konzept war trotz mehrerer Anläufe kein Erfolg beschieden. „Vor diesem Hintergrund und angesichts der ungesicherten Zukunft haben wir entschieden, das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen“, sagte Jörg Hasselmann. Dank dieser Entscheidung der Kreisverwaltung ist die Zeit der Unsicherheit vorbei. Jetzt steht fest, in der Jugendbegegnungsstätte am Kutzowsee geht es weiter.

Die Anlage ist gut gebucht. Wenn die Corona-Situation es erlaubt, werden sich bald wieder viele Kinder und Jugendliche am Ufer des Kutzowsees begegnen und erholen können. Zurzeit sind Flüchtlinge aus der Ukraine auf dem Gelände untergebracht.

 

 

Nordkurier sucht Erinnerungen an die Ferien in Plöwen

Vor allem zu DDR-Zeiten haben ganz viele Kinder mindestens ein Mal die Sommerferien in Plöwen verbracht. Sie schliefen in Doppelstockbetten, unternahmen Schnitzeljaden und Nachtwanderungen, besuchten ein Reitturnier in der Nähe und natürlich wurde täglich gebadet. Die obligatorischen Neptuntaufen waren nicht jedermanns Sache, härteten aber ab.

Können Sie, liebe Leser, sich auch noch an Ferien am Kutzowsee erinnern? Haben Sie vielleicht sogar Fotos von damals? Die Nordkurier-Redaktion würde sich über Bilder und Erinnerungen sehr freuen. Fotos und ein paar erklärende Zeilen können per E-Mail geschickt werden an [email protected] oder per Brief an Nordkurier-Redaktion, Prenzlauer Straße 1, 17309 Pasewalk. Auf Wunsch werden die Fotos selbstverständlich wohlbehalten zurückgeschickt.

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