LÖCKNITZERIN GELINGT SELTENE AUFNAHME

So spielte sich ihre Begegnung mit dem Elch ab

Es war eine Sache von Sekunden. Geistesgegenwärtig hielt die Löcknitzerin Steffi Köppen ihre Entdeckung fest und liefert damit den Beweis, dass im Raum Löcknitz ein Elch unterwegs ist. Das Forstamt Rothemühl weist darauf hin, in der Region vorsichtig zu fahren.
Rainer Marten Rainer Marten
„Das Erlebnis war Adrenalin pur“, sagt Steffi  Köppen aus Löcknitz. Als  sie mit ihrem Auto von Löcknitz in Richtung Brüssow unterwegs war, querte am Abzweig Menkin plötzlich ein Elch die Fahrbahn. Geistesgegenwärtig hielt sie die sieben Sekunden in einem Video fest.
„Das Erlebnis war Adrenalin pur“, sagt Steffi Köppen aus Löcknitz. Als sie mit ihrem Auto von Löcknitz in Richtung Brüssow unterwegs war, querte am Abzweig Menkin plötzlich ein Elch die Fahrbahn. Geistesgegenwärtig hielt sie die sieben Sekunden in einem Video fest. Foto: Rainer Marten
Am Sonntag gegen 19.20 Uhr überquerte der Elch die Straße zwischen Löcknitz und Brüssow. Weil sie ihr Handy griffbereit liegen hatte, konnte Steffi Köppen ein Sieben-Sekunden-Video aufnehmen. Das Bild ist ein Videoausschnitt.
Am Sonntag gegen 19.20 Uhr überquerte der Elch die Straße zwischen Löcknitz und Brüssow. Weil sie ihr Handy griffbereit liegen hatte, konnte Steffi Köppen ein Sieben-Sekunden-Video aufnehmen. Das Bild ist ein Videoausschnitt. Foto: Scrennshot/Privatvideo
Bergholz.

Es sind nur wenige Handgriffe, die Steffi Köppen an ihrem Handy tätigt. Da taucht das Video auch schon auf. Ein am Maisschlag stehender Elch, der sich erschrocken umdreht und von links nach rechts über die Straße läuft. Mit einem Satz verschwindet das Tier im Dickicht. Alles dauert nur Sekunden. Als sich das Schauspiel am Sonntagabend gegen 19.20 Uhr auf der Straße einige Kilometer hinter Löcknitz am Abzweig bei Menkin abspielte, hat die Löcknitzerin blitzschnell reagiert, um diese Szene festzuhalten. Die Schrecksekunde habe offenbar beide erfasst. Steffi Köppen meisterte die allerdings geistesgegenwärtig und perfekt. Rauf auf die Bremse. Ein Griff zum Handy. Entsperren. Schnellzugriff Kamera. Draufhalten. Der Elch wechselt die Straßenseite, springt ins Dickicht... Sieben ganze Sekunden dauert das alles.

„Die ganze Situation war Adrenalin pur“, sagt sie am Dienstag. „Ich atmete durch und dachte: Was war denn das? Ich glaube, mich hat gerade ein Elch geknutscht.“ Die Löcknitzerin, Fachverkäuferin in einer Bäcker-Filiale, lacht. „Das Tier, kaum vier oder fünf Meter von meinem Auto entfernt, war sehr groß. Da kommst du ja mit deinem Fahrzeug unten durch“, schildert sie ihr Erlebnis. Angesichts der Größe des Tieres habe sie auch einen Hauch Panik gespürt und an das Verriegeln des Autos gedacht. „So ein Quatsch“, lacht sie heute. Elche können doch keine Autos öffnen! Aber so sei das nun einmal in einer außergewöhnlichen Situation.

Das Video hat sie dann einem Bekannten geschickt, bei Facebook wurde es vielfach geteilt, sodass am Dienstagmorgen auch die Kinder im Kindergarten ihres Sohnes davon redeten. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so ein Hype wird.“ Trotz der Gefahr für den Straßenverkehr – Steffi Köppen akzeptiert, dass so große Tiere auch bei uns unterwegs sind. „Abschießen? Auf keinen Fall!“

Angesichts dieser Beobachtung weist das Forstamt Rothemühl Autofahrer im Süden Vorpommerns und im Nordosten Brandenburgs darauf hin, wegen des Elchbullen besonders vorsichtig zu fahren.

Das Tier sei auf dem Weg nach Westen, vermutet der Löcknitzer Revierleiter Michael Scholz. Aus Polen kommend, erschließen sich die Schaufler neue Reviere.

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