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Sommersdorf und Löcknitz: Im Feiern spitze

In keinem anderen Ort der Region wird der Tag der Deutschen Einheit so konsequent gefeiert wie in Sommersdorf. In Löcknitz wurde zum Herbstfest an der Burg eingeladen.

Das macht Spaß! Toben im Heu konnten die Jüngsten während des Herbstmarktes an der Löcknitzer Burg.
Fred Lucius Das macht Spaß! Toben im Heu konnten die Jüngsten während des Herbstmarktes an der Löcknitzer Burg.

Oktoberfeste, Dorf- oder Erntefeste – das gibt es es in der Region zuhauf. Aber ein Fest eigens zum Tag der Deutschen Einheit, das gibt es nur in Sommersdorf, einem Ortsteil der Stadt Penkun. Und das konsequent seit 1990. Für Ortsteilvorsteher Roland Schulz ist dabei weniger der politische Hintergrund dieses Tages wichtig. „Vielmehr ist dieser Tag ein guter Grund für uns, gemütlich zusammenzusitzen und zu feiern“, meint der Ortsteilvorsteher. In diesem Jahr, so Roland Schulz, fällt das Fest wieder etwas größer aus. Die Penkuner Schalmeienkapelle sorgt nach dem Mittag ebenso für Unterhaltung wie Stimmungssänger Willi Freibier. Die Frauen des Dorfclubs haben stolze 13 Bleche Kuchen gebacken. Und an der Gulaschkanone, die Marion Blaschka betreut, kann man sich bei Erbsensuppe und Bockwurst stärken.

„Das Geld für das Fest haben wir uns zusammengespart. Es hat mit dem Haushalt nichts zu tun“, sagt Roland Schulz. Dankbar sei man einigen Sponsoren, so der Jagdgenossenschaft Grünz/Sommersdorf. Die Tradition, am Tag der Deutschen Einheit im Dorf zu feiern, wollen die Sommersdorfer auf jeden Fall erhalten, wie der Ortsteilvorsteher versichert.

Rund 20 Kilometer Luftlinie entfernt wird auch gefeiert. Allerdings ein anderes Fest. In Löcknitz hat der Heimat- und Burgverein zum Herbstfest am Burg-Ensemble eingeladen. „Wir machen das zum zweiten Mal am3. Oktober. Im vergangenen Jahr ist das sehr gut angenommen worden. Deshalb wiederholen wir es und wollen es zur Tradition werden lassen“, sagt Monika Duhse, Vorsitzende des Vereins. Die zahlreichen kleinen und großen Besucher auch bei diesem Fest würden zeigen, dass man mit dem Angebot richtig liege. Am Burggelände haben mehrere Händler ihre Stände aufgebaut. So wie Doreen und Dietrich Werth aus Bergholz. Die beiden verkaufen Kartoffeln aus eigener Ernte. „Mit der Ernte sind wir zufrieden. Ein wenig dicker könnten die Kartoffeln sein. Aber Adretta, das ist eine sehr gute Sorte, die gerne gekauft wird“, sagt Dietrich Werth. Ein Kunde habe mehrere Fünf-Kilo-Säcke erworben.

Ein Renner sind auch wieder die Quarkbällchen und die selbst gebackenen Kuchen, die die Frauen des Vereins im Feldsteinhaus anbieten. Noch vor der eigentlichen Kaffeezeit hat Heidelinde Balleyer schon rund 1000 Quarkbällchen verkauft.