ALS ANDERE RAUPE ENTPUPPT

Spinner bleibt Spinner

Der Spinner ist zwar einer, aber es gibt trotzdem Entwarnung in Vorpommern: Nicht der fiese und giftige Eichenprozessionsspinner ist derzeit bei uns unterwegs. Es ist eher ein entfernter Zwilling - für den Menschen ungefährlich.
Christoph Schoenwiese Christoph Schoenwiese
Der Ringelspinner ist bei uns unterwegs.
Der Ringelspinner ist bei uns unterwegs. Michaela Kumkar
Eigentlich gab der Landkreis eine Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner heraus. Doch siehe da: Es handelt sich um ein anderes Tierchen.
Eigentlich gab der Landkreis eine Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner heraus. Doch siehe da: Es handelt sich um ein anderes Tierchen. Patrick Pleul
Vorpommern.

So mancher Autofahrer zwischen Mönkebude und Leopoldshagen sowie zwischen Löcknitz und Retzin hatte in den vergangenen Tagen schon den Fuß vom Gas genommen. Um zu sehen, wo sie denn nun ist, die gefährliche Raupe des Eichenprozessionsspinners. Doch nun gibt der Landkreis, der zuvor den Befall von Bäumen auf diesen Strecken vermeldete hatte, Entwarnung. „Es gibt keinen Befall durch den Eichenprozessionsspinner und seine für Menschen gesundheitsschädlich wirkenden Raupen an den gemeldeten Stellen im Kreis“, ruderte Kreissprecher Achim Froitzheim am Donnerstag zurück.

Und er beruft sich auf die Insektenkundler Dr. Kai Gloyna und Karl-Heinz Kuhnke, die für das Landesamt für Gesundheit und Soziales bzw. für den Pflanzenschutzdienst des Landes tätig sind. „Wir haben lediglich ein geringes Vorkommen des Ringelspinners feststellen können, der auf den ersten Blick mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt werden kann“, sagte Gloyna. Auch der für den Menschen ungefährliche Ringelspinner, so die Experten, sei in der Lage, Eichen kahl zu fressen und die Bäume vollkommen mit Gespinst einzuhüllen.

An besagten Strecken hatten mit einer Bauschau Beauftragte einen Befall mit Eichenprozessionsspinnern an das Gesundheitsamt des Landkreises gemeldet. „Wir haben darauf sofort reagiert und die Bevölkerung umgehend informiert, um Menschen und Tiere keiner potenziellen Gefahr auszusetzen“, sagt Achim Froitzheim. Trotz der Fehlmeldung sei man froh, dass die erwarteten Probleme mit dem Eichenprozessiosspinner sich nicht bewahrheitet haben und keine Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich sind.

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