NEUER ZWECK

Spital wird Teil der Penkuner Ganztagsschule

Das Schweriner Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sichert der Stadt Penkun beachtliche Fördermittel zu. Eingesetzt wird das Geld für die Planung des Innenausbaus des Spitals.
Bettina Martin (SPD, 2.v.l.), Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, übe
Bettina Martin (SPD, 2.v.l.), Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, überbrachte gestern den Penkunern eine Förderzusage für Planungsarbeiten am Spital. Rainer Marten
Bereits seit 2013 wird das einstige Penkuner Spital, ein Gebäude aus der Zeit um 1750, saniert. Die äußere H&u
Bereits seit 2013 wird das einstige Penkuner Spital, ein Gebäude aus der Zeit um 1750, saniert. Die äußere Hülle ist seit Jahren fertig, der Innenausbau soll jetzt geplant werden. ZVG
Blick in das Penkuner Spitalgebäude. Aktuell befindet es sich in einem rohbaufertigen Zustand. Jetzt soll der Innenausbau
Blick in das Penkuner Spitalgebäude. Aktuell befindet es sich in einem rohbaufertigen Zustand. Jetzt soll der Innenausbau geplant, anschließend das Haus zu einem Hortgebäude ausgebaut werden. Rainer Marten
Penkun ·

Schweriner Minister, die Penkun bereits um 10 Uhr besuchen, müssen früh aufstehen: 300 Kilometer sind kein Katzensprung! Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) nahm das gestern in Kauf, um in der Stadt persönlich ein hoffnungsvolles Versprechen abzugeben: Land und Bund werden mit zusammen rund 152.000 Euro die Planungen fördern, damit das Penkuner Spitalgebäude auch innen ausgebaut werden kann.

Möglich wird diese finanzielle Spritze Dank des zwei Milliarden Euro schweren Ganztagsschulprogrammes des Bundes, sagte die Ministerin bei ihrem Termin auf dem Schulhof der Regionalen Schule. Auch das Land habe knapp 15 Millionen Euro locker gemacht, um die Ganztagsschulen voranzubringen. Bis Ende des Jahres soll das Geld verplant sein. „Ein Glück für uns“, so die Ministerin. Vor allem aber ist die Förderzusage ein Glück für Penkun. sie erlaubt auch einen vorzeitigen Baubeginn.

250 Jahre altes Gebäude

Vor acht Jahren begannen die Sanierungsarbeiten am Spital, einem rund 250 Jahre alten Gebäude am Stettiner Tor. Ursprünglich sollte das Haus eine Heimstatt für demente Menschen werden. Wegen der hohen Auflagen, denen eine solche Stätte unterliegt, würden die Kosten jedoch ins Unermessliche wachsen. Das ergaben Nachkalkulationen. Penkun disponierte deshalb um. Innerhalb des Schulcampus-Projektes, das die Zusammenlegung von Grund- und Regionalschule an einem Standort und als Ganztagsschule beinhaltet, soll das Spital eine neue Zweckbestimmung erhalten: Es soll Hortgebäude werden.

Für Penkuns Bürgermeisterin Antje Zibell (CDU) hat die Idee einen großen Reiz. In dem historischen Gemäuer können die Kinder nicht nur aktuell lernen und sich beschäftigen, sondern auch an die Penkuner Geschichte herangeführt werden, sagte sie. Denn mit seinen rund 250 Jahren sei das Haus selbst ein Teil der bewegten Stadtgeschichte.

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Auch der Innenausbau wird teuer

Mit dem Hortgebäude und dem geplanten Neubau der Grundschule werde Penkun als Schulstandort insgesamt aufgewertet. In den Schulkomplex, so ergänzte wenig später Schulleiter Roland Ganske, sei lange Zeit wenig oder gar nicht investiert worden, weil der Schule keine Bestandsfähigkeit garantiert werden konnte. Seit etwa zwei Jahren ist das anders, da nun auch der Unterricht für Schüler aus Brandenburg in Mecklenburg-Vorpommern rechtlich abgesichert sei.

Nicht nur die Planung des Hortgebäudes wird eine Menge Geld verschlingen, auch der Innenausbau des Hauses zum Hort innerhalb der Ganztagsschule wird teuer, erinnerte Bürgermeisterin Antje Zibell. Sie hofft auch hier auf Unterstützung des Landes. Aktuell besuchen etwa 110 Schüler die Regional- und 112 Schüler die Grundschule.

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