Betreutes Wohnen
Stadtvertreter stellen Weichen für Bauprojekt

Pasewalk hat per Vertrag die Planungsleistungen der Stadt für die Erarbeitung des Bebauungsplanes „Quartier der ehemaligen Poliklinik“ auf den Vorhabenträger DRK übertragen. Das DRK trägt alle Kosten des Bebauungsplanes.
Pasewalk hat per Vertrag die Planungsleistungen der Stadt für die Erarbeitung des Bebauungsplanes „Quartier der ehemaligen Poliklinik“ auf den Vorhabenträger DRK übertragen. Das DRK trägt alle Kosten des Bebauungsplanes.
ZVG

Der DRK-Kreisverband Uecker-Randow plant auf den bereits freigelegten Flächen der alten Poliklinik in Pasewalk eine Wohnanlage für betreutes Wohnen und für Demenzwohngruppen. Stadt und DRK schlossen jetzt einen Städtebaulichen Vertrag dazu ab. Dabei geht es auch darum, wer die Planungskosten trägt.

Es ist eines der attraktivsten Bauvorhaben für die Zukunft Pasewalks, die Quartierbebauung am Prenzlauer Tor. Das DRK Uecker-Randow möchte auf den bereits freigelegten Flächen der alten Poliklinik eine Wohnanlage für betreutes Wohnen und für Demenzwohngruppen errichten. Doch bevor der erste Spatenstich überhaupt erledigt werden kann, muss das Bauvorhaben noch etliche Hürden nehmen.

In den ersten Diskussionen ging es um die Architektur der Wohnanlage. Damals wurde in groben Zügen geregelt, wie die Gebäude aussehen und wie sie die Straßen säumen werden. Fast ohne Diskussion nahmen jetzt weitere Festlegungen die Hürde der Pasewalker Stadtvertretung. Einstimmig beschlossen die Kommunalpolitiker den Abschluss des städtebaulichen Vertrages zwischen der Stadt und dem Vorhabenträger DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V..

DRK trägt alle Kosten

Zu den wichtigen Vertragspunkten gehört, dass die Stadt generell mit dem Bauvorhaben einverstanden ist. Das DRK als Vorhabenträger trägt alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Erarbeitung der städtebaulichen Planung entstehen und erarbeitet den B-Plan. Das DRK sicherte sich auf der anderen Seite vertraglich die städtischen Restflächen im Planungsgebiet und besitzt dafür ein Vorkaufsrecht.

Geregelt sind jetzt weitere Detailfragen. Weil die Baufläche im festgelegten Sanierungsgebiet „Altstadt Pasewalk“ liegt, dürfen die Gebäude an der Prenzlauer Straße maximal drei Vollgeschosse haben. Zwei Vollgeschosse sind im westlichen Teil an der Hospitalstraße und an der Gartenstraße zulässig.

Regelungen für den Naturschutz beachtet

Konkrete Regelungen wurden für das Gebiet auch unter naturschutzrelevanten Gesichtspunkten getroffen. Es handelt sich um einen Bereich, der bereits einmal vor Jahrzehnten gestaltet wurde, unter anderem durch Anpflanzungen. Der Baumbestand in der Hospitalstraße unterliegt zum Beispiel angesichts des Stammumfanges von 50 bis 99 Zentimetern der Baumschutzsatzung der Stadt Pasewalk. Bei Maßnahmen an den Bäumen hat der Vorhabenträger die Satzung zu beachten. Müssen Bäume entfernt werden, sind sie eins zu eins zu ersetzen. Die an der Gartenstraße stehenden Linden mit einem Stammumfang von mehr als einem Meter sind dagegen gesetzlich geschützt.

Daten zum Baubeginn und zur Fertigstellung des Projektes enthält die Vereinbarung nicht. Erste Arbeiten wird es in dem Quartier aber 2019 geben.