Penkuns Stadteinfahrt wird in diesem Jahr saniert. Der alte Stall, der unmittelbar an der Fahrbahn steht, wird abgerissen.
Penkuns Stadteinfahrt wird in diesem Jahr saniert. Der alte Stall, der unmittelbar an der Fahrbahn steht, wird abgerissen. Silke Tews
Straßenbau

Stall muss für Radweg an Ortseinfahrt weichen

In diesem Jahr wird Penkuns Ortseinfahrt am Schloss saniert. Damit genügend Platz für Kraft- und Radfahrer ist, wird ein marodes Gebäude abgerissen.
Penkun

In diesem Jahr müssen die Penkuner mit einer Vollsperrung der Landesstraße 283 in Richtung Sommersdorf rechnen. Wenn diese Unannehmlichkeit überstanden ist, können sich die Einwohner der kleinsten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns aber über eine umso schönere Stadteinfahrt freuen – huckel- und schlaglochfrei vorbei an zwei Seen und dem Schloss.

Genauer Start der Arbeiten noch ungewiss

Wann genau die ursprünglich für 2021 vorgesehenen Arbeiten beginnen, lässt sich jedoch noch nicht abschätzen. Die zuständigen Behörden peilen April bis Juni an. Zu viele Unwägbarkeiten spielen eine Rolle. „Aktuell trifft das Straßenbauamt Neustrelitz die letzten Vorbereitungen zur Fortsetzung der Baumaßnahme. Wie angekündigt, soll die gesamte Kreuzung Wollin erneuert werden. Dazu gehören zum Beispiel neuer Asphalt und Entwässerung für die Kreuzung“, teilt Michael Friedrich aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Rostock mit. Auch ein Radweg soll gebaut werden, sagt Penkuns Bürgermeisterin Antje Zibell (CDU).

Lesen Sie auch: Kämpferischer Schulleiter irritiert Penkuner Stadtvertreter

Ebenso müssten zwischen dem Straßenbauamt Neustrelitz und der Stadt Penkun noch Details besprochen werden. Zum Beispiel gehe es um mögliche Umleitungsstrecken. „Nach Abschluss der Ausschreibung können wir konkrete Angaben zu den Bauzeiten und den entstehenden Kosten geben. Dauer, Zeitpunkt und Kosten der Baumaßnahme sind auch von den Angeboten der Bauunternehmen abhängig. So ist ausschlaggebend, wann die Unternehmen Zeit haben und welche Bautechnologie sie zur Erfüllung der Aufgabe einsetzen wollen“, erläutert Michael Friedrich.

Materialbeschaffung großes Problem

Schwieriger als vor einem bis zwei Jahren sei die Materialbeschaffung. „Erst wenn klar ist, dass das Bauunternehmen die Rohre auch wirklich geliefert bekommt, können wir das Bauzeitfenster festlegen. Wir wollen vermeiden, dass wir die Straße sperren, und am Ende bekommt das Bauunternehmen kein Material geliefert. Aktuell gehen wir immer noch davon aus, dass die Maßnahme zum Ende des zweiten Quartals 2022 beginnen kann.“

Auch interessant: Auf Deutschlands Baustellen fehlt Material

Über den Umgang mit dem alten Schafstall, der unmittelbar an der Straße steht, war in Penkun lange diskutiert worden. Bleibt er stehen, müssen die Radfahrer mehrfach die Straßenseite wechseln. Wird er abgerissen, kostet das viel Geld. Die Stadtvertreter haben sich bei ihrer jüngsten Sitzung für Abriss entschieden. „Es geht nicht anders. Wir brauchen dort einen ordentlichen Radweg. Außerdem engt das Gebäude den Bereich total ein. Immer mehr Leute steigen aufs Fahrrad um. Gleichzeitig fahren dort aber auch 40-Tonner durch. Die Straße wurde damals für Pferdekutschen gebaut, nicht für heutige Ansprüche“, erklärt Antje Zibell.

Sturm hat Ziegel vom Dach gerissen

Außerdem sei das Gebäude marode und werde allmählich zur Gefahr. Beim jüngsten Sturm seien wieder viele Dachziegel auf die Straße geweht worden. Die Kosten für den Abriss würden jetzt ermittelt. Wenn der Stall weg ist, haben die Autofahrer sogar einen schöneren Ausblick, sagt Antje Zibell. Anstelle der hohen, dunklen Stallmauern hätten sie dann freie Sicht auf den Lankesee.

 

zur Homepage