GELD AUS DER STADTKASSE

Stimmen Penkuns Stadtvertreter für zweiten Sportplatz?

Penkuns Stadtvertreter müssen sich in der Sitzung am Mittwoch dazu bekennen, ob sie das Sportplatz-Projekt mit Flutlichtanlage des Sportvereines Rot-Weiß Penkun unterstützen. Die Stadt soll dem Verein einen Zuschuss bewilligen.
Rainer Marten Rainer Marten
Bereits Anfang September machten die Penkuner Sportler Stimmung für einen zweiten Rasenplatz. Damals berieten Stadt und L
Bereits Anfang September machten die Penkuner Sportler Stimmung für einen zweiten Rasenplatz. Damals berieten Stadt und Landkreis, ob und wie das Projekt finanziert werden kann. Fred Lucius
Penkun.

Anke Timm geht am Mittwoch mit großen Erwartungen zur Sitzung der Stadtvertretung Penkun. Als Mitarbeiterin des Amts Löcknitz-Penkun wird sie an diesem Abend nicht nur den Sitzungsverlauf protokollieren, sondern als Vorsitzende des Sportvereines Rot-Weiß Penkun unmittelbar erleben, zu welcher Entscheidung sich die Stadtvertreter in einer für „ihren Verein“ wichtigen Angelegenheit durchringen werden: In Punkt 8 der Tagesordnung debattieren die Kommunalvertreter über einen Zuschuss an den Sportverein Rot-Weiß. Das Geld wird benötigt, damit dieser den lange geplanten Naturrasenplatz mit Flutlichtanlage errichten kann. „Wir kämpfen seit mehr als zehn Jahren für diesen Platz“, sagt die Vereinsvorsitzende. Jetzt sei das Projekt in greifbare Nähe gerückt – wenn das letzte fehlende Geld aus der Stadtkasse bewilligt wird, werde der Traum für die rund 260 Vereinsmitglieder wahr.

Vom Landessportbund gibt’s 306.000 Euro

Dank seiner engagierten Mitglieder und der Arbeitsgruppe Sportplatz sammelte der Verein rund 13.000 Euro Spenden ein. Der Landessportbund hat darüber hinaus im Ergebnis vieler Verhandlungen Fördermittel in Höhe von 306.000 Euro in Aussicht gestellt. 100.000 Euro kommen aus dem Strategie- und Vorpommernfonds. Trotz dieser hohen Summen – das Geld reicht noch immer nicht! Rund 190.000 Euro fehlen, um im kommenden Jahr wirklich bauen zu können. Dem Verein sitzt dabei die Zeit im Nacken: Bis Ende November erhielt er vom Landessportbund Aufschub, um die Gesamtfinanzierung nachzuweisen. Sonst entfällt für einen weiteren Zeitraum die zugesicherte Förderung. Ursprünglich erwogen die Akteure deshalb eine Bürgschaft der Stadt für den Verein. „Diese Idee ist definitiv vom Tisch“, sagt Vereinsvorsitzende Anke Wagner.

Bürgermeisterin unterstützt die Sportler

Von den noch immer fehlenden 190.000 Euro will der Verein 60.000 Euro, so Stand Anfang Oktober, erneut als Spenden aufbringen. Für die restlichen 130.000 Euro soll die Stadt einspringen, damit das 607.000 Euro teure Projekt auch Wirklichkeit wird. Angesichts des städtischen Defizits von rund 3,7 Millionen Euro kann diese Summe zu einem Knackpunkt werden. Penkuns Bürgermeisterin Antje Zibell plädierte trotzdem dafür, diese Summe in den Haushalt für 2020 einzustellen, um die Projektsicherheit zu gewährleisten. Unter anderem fließen der Stadt im kommenden Jahr erhebliche Gelder für Investitionen zu. Die Rede ist hier von 131.000 Euro, die aber auch an anderen Stellen dringend benötigt werden. Ob diese Rechnung aufgeht, bleibt offen: Das letzte Wort hat die Kommunalaufsicht, wenn sie den Haushalt für das kommend Jahr prüft und genehmigt.

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