Papendorfer freuen sich
Storchensaison eröffnet: Erster Adebar ist da

Der erste Storch ist da! Am rechten Bein trägt er einen Ring mit einer Buchstaben-Nummern-Kombination. Damit ist klar, es ist der Adebar aus dem Vorjahr.
Der erste Storch ist da! Am rechten Bein trägt er einen Ring mit einer Buchstaben-Nummern-Kombination. Damit ist klar, es ist der Adebar aus dem Vorjahr.
Fred Lucius

Im vergangenen Jahr trafen die ersten Störche in Ueckermünde und Glasow ein. Diesmal hat der erste Ankömmling in der Uecker-Randow-Region das Nest in Papendorf besetzt. Es ist der gleiche Rotschnabel wie im Vorjahr auf dem Storchenhof.

Von der Witterung passt es, vom Zeitpunkt ist es zumindest für die Ankunft des Storches in Papendorf ziemlich früh. Am Dienstag flog der erste Adebar auf das Nest des Storchenpflegehofes in dem Ort bei Pasewalk – der erste in der Uecker-Randow-Region in diesem Jahr. „Es ist der gleiche wie in den vergangenen beiden Jahren“, zeigte sich Jens Krüger, Vorsitzender des Vereins Storchenhof Papendorf, am Mittwoch überzeugt. Das könne er anhand der Ringnummer erkennen.

Der Rotschnabel wurde einst in Westdeutschland mit Ringen der Beringungszentrale Wilhelmshaven versehen. 2018 wollte dieser Storch zuerst in Friedberg bei Pasewalk brüten, entschied sich dann aber doch für Papendorf. Hier vertrieb er das schon angekommene Paar. „Im vergangenen Jahr war unser erster Storch am21. März da, also knapp drei Wochen später“, berichtet Jens Krüger.

Revierkämpfe mit Pflegestorch

Einige haben den ersten Papendorfer Storch laut Krüger schon vor einigen Tagen hier vermutet. Doch bei diesem auf dem Nest stehenden Adebar handelte es sich nach Angaben des Vereinsvorsitzenden um einen flugfähigen Pflegestorch. Mit diesem liefert sich der jetzt angekommene Südzieher zuweilen Revierkämpfe. Jens Krüger vermutet, dass es sich bei dem Ankömmling um das Männchen handelt. „Weil im vergangenen Jahr unsere Live-Kamera nicht funktionierte, konnten wir nicht erkennen, wer die Eier ausbrütete“, sagt Jens Krüger.

Zwei Jungstörche mehr

Bis zur Ankunft der meisten Adebare will der Vereinsvorsitzende mit seinen Helfern noch einige Nester erneuern – etwa in Ramin, Battin, Jagow, Zarrentin bei Trantow, Gellendin, Spantekow, Steinmocker und Mellenthin. Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde bekomme er Informationen, wo Horste erneuert werden müssen. Auch Anwohner würden Hinweise liefern. Sorgen bereitet Jens Krüger ein Seeadler, der den Storch auf dem Papendorfer Nest schon angegriffen hat.Im vergangenen Jahr wurden von 37 erfolgreichen Brutpaaren in der Uecker-Randow-Region 109 Jungstörche flügge, zwei mehr als 2017.