BAUARBEITEN

Strasburger empört über Umleitung

Die offizelle Umleitung in Strasburg in Zusammenhang mit den Bauarbeiten in der Schwarzenseer Straße ist 18 Kilometer lang und damit für viele Anwohner unzumutbar. Deshlab nutzen sie einen Feldweg, doch das dürfen sie gar nicht.
Fred Lucius Fred Lucius
Nachdem an dem Verbindungsweg zwischen 2. und 3. Siedlungsweg neue Furchen gezogen wurden, ist es für Fahrzeuge eng.
Nachdem an dem Verbindungsweg zwischen 2. und 3. Siedlungsweg neue Furchen gezogen wurden, ist es für Fahrzeuge eng. Fred Lucius
Strasburg.

Der Unmut unter den Anwohnern im 3. Siedlungsweg ist groß. Wenn sie sich wegen der Bauarbeiten in der Schwarzenseer Straße an die offizielle Umleitung halten, müssen sie rund 18 Kilometer fahren. Denn der 3. Siedlungsweg ist durch die Arbeiten von der Stadt „abgeschnitten“. Einen etwa 100 Meter langen Schleichweg zum 2. Siedlungsweg und eine damit deutlich kürzere Umleitung entlang eines Feldes dürfen laut provisorischer Verkehrsschilder nur Rettungsfahrzeuge nutzen. Der Weg wird trotzdem befahren.

Jetzt gibt es eine Unterschriftenliste

Als Protest hat jetzt Jana Peter aus dem 3. Siedlungsweg 65 Unterschriften an Bürgermeisterin Heike Hammermeister-Friese übergeben. Gefordert wird damit die freie Zufahrt zu den Grundstücken ohne die Nutzung einer unzumutbaren Umleitung. Die Schwarzenseer Straße sollte ursprünglich am 18. April wieder geöffnet werden, wegen Verzögerungen im Bauablauf wird die Straßen nun voraussichtlich am 24. Mai freigegeben.

Auch die Feuerwehr kommtda nicht durch

Für zusätzlichen Unmut sorgte jetzt die Tatsache, dass Landwirt Ottomar Wahl von der Neuensunder Agrargesellschaft eine neue Grenzfurche hat ziehen lassen, die den Weg schmaler machte. Autos können den Weg gerade noch passieren, Rettungsfahrzeuge dürften Schwierigkeiten haben. „Da kommen wir mit unserem Löschfahrzeug nicht mehr entlang“, sagt Strasburgs Gemeindwehrführer René Gosse. Wahl betonte, dass es sich um einen illegalen Weg handelt. Die Stadt habe ihn nicht darüber informiert, dass dieser als Zufahrt für Rettungsfahrzeuge dient. Das Grundstück gehöre einer Privatperson, sein Betrieb sei Nutzer der Fläche. Weil der Weg immer breiter wurde, auch Busse und Lkw hier entlang fuhren, habe er entschieden, eine neue Grenzfurche ziehen zu lassen. „Der Ärger mit der Umleitung wird auf unserem Rücken ausgetragen“, betont der Geschäftsführer.

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