BAUSTELLE

Strasburger Großprojekt ist fast fertig

Strasburgs größtes Bauprojekt der jüngeren Geschichte steht vor dem Abschluss. Seit eineinhalb Jahren wird daran gebaut.
Die Erdarbeiten im 2. Siedlungsweg in Strasburg sind so gut wie erledigt. Derzeit setzen Mitarbeiter der Straßen- und Ti
Die Erdarbeiten im 2. Siedlungsweg in Strasburg sind so gut wie erledigt. Derzeit setzen Mitarbeiter der Straßen- und Tiefbaugesellschaft mbH Ernst Röwer Krackow in der Straße die Borde. Fred Lucius
In den ersten beiden Bauabschnitten ist die Asphalt-Tragschicht bereits eingebaut. Die Deckschicht soll komplett in einem Zug
In den ersten beiden Bauabschnitten ist die Asphalt-Tragschicht bereits eingebaut. Die Deckschicht soll komplett in einem Zug eingebaut werden. Fred Lucius
Nicolas Rohloff nivelliert die Höhen für die Straßenborde aus.
Nicolas Rohloff nivelliert die Höhen für die Straßenborde aus. Fred Lucius
Strasburg.

Die Bauarbeiter haben im 2. Siedlungsweg in Strasburg die Erdarbeiten weitestgehend abgeschlossen. Derzeit werden die Straßenborde auf den letzten Metern gesetzt. Das vom zeitlichen und finanziellen Aufwand größte Bauprojekt der jüngeren Geschichte in der Uckermarkstadt steht vor dem Abschluss. Der Ausbau des 2. Siedlungsweges ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt und des Strasburger Zweckverbandes für Wasserver- und Abwasserentsorgung, vertreten durch ihre Betriebsführungsgesellschaft GKU.

Verbaut werden hier seit Mai vergangenen Jahres rund vier Millionen Euro. Wegen einer maroden Ackerdrainage, die aus den 1930er-Jahren stammt und die in einer Tiefe von 4,50 bis 4,80 Metern liegt, war es 2013 zu ersten Absackungen in der Straße und zu Schäden am darüber liegenden Schmutz- und Regenwasserkanal gekommen, sodass die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden musste.

Lange Zeit war unklar, wie die Sanierung der Ackerdrainage gefördert werden kann. Für die Erneuerung der Drainage, die auch Wasser von angrenzenden Ackerflächen aufnimmt, hatte die Stadt Strasburg nach langem Ringen schließlich eine Fördermittelzusage als Sonderbedarf vom Innenministerium in Höhe von rund 788.000 Euro erhalten. „Vor Baubeginn hatten wir schon Bedenken, wie tief die Ackerdrainage wirklich liegt. Nach sechs Jahren Vorbereitung kann man nun sagen, dass wir die Baustelle gemeinsam gut realisiert haben“, sagt Kerstin Heidemann, Leiterin der Strasburger GKU-Betriebsstätte. Die Leitungen für den Trink-, Schmutz- und Regenwasserkanal seien verlegt. Zurzeit würden noch Hausanschlüsse erneuert.

880 Meter voller Herausforderungen

„Die 880 Meter lange Baustelle war für alle Beteiligten schon eine Herausforderung. Unser Dank gilt den Anliegern für ihr Verständnis sowie den Firmen, Versorgern und auch Pflegediensten, die regelmäßig in den Baustellenbereich mussten“, sagt Kerstin Heidemann. Zu danken sei ebenfalls der Firma Röwer für die umsichtige Bauausführung. Der Strasburger Zweckverband habe das Projekt auch nicht aus der Portokasse zahlen können und habe dafür einen Kredit aufnehmen müssen. Für das Bauvorhaben seien andere Investitionen im Verbandsgebiet hinten angestellt worden.

Nach Angaben von Strasburgs Bauamtsleiterin Anke Heinrichs soll voraussichtlich in der zweiten Novemberwoche die komplette Schwarzdecke im 2. Siedlungsweg eingebaut werden. Die Tragschicht wurde in den ersten beiden Bauabschnitten bereits eingebaut. „Wir liegen gut im Zeitplan. Durch den weggefallenen Winter und den trockenen Sommer gingen die Arbeiten zügig voran“, erklärt Anke Heinrichs. Die Baukosten bewegen sich ebenfalls im vorgegebenen Rahmen. Auch wenn Abrechnungen noch ausstehen – das Projekt werde nicht teurer als geplant. Ob die Fertigstellung und Übergabe wie zu Baubeginn angekündigt mit einem kleinen Straßenfest gefeiert wird, sei wegen der Corona-Krise noch offen.

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