URTEIL

Strasburger Sextäter verbringt Weihnachten noch in Freiheit

Wut herrscht bei einigen Strasburgern, weil ein verurteilter Sextäter vorerst wieder frei ist. Wann muss er nicht ins Gefängnis?
Fred Lucius Fred Lucius
Stefan E. wurde im Juni am Amtsgerichts Pasewalk wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt.
Stefan E. wurde im Juni am Amtsgerichts Pasewalk wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt. Fred Lucius
Strasburg.

Wann muss der verurteilte Stefan E.* (Name von der Redaktion geändert) wieder ins Gefängnis? Diese Frage berührt Anita W.* und andere Eltern in Strasburg, deren Kinder von dem Mittdreißiger sexuell missbraucht wurden.

Nach der Berufsverhandlung vor dem Landgericht Neubrandenburg am 19. November war E. wegen sexueller Nötigung in Tateinheit mit sexuellem und schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Der Haftbefehl wurde aufgehoben, weil laut Landgericht keine Fluchtgefahr besteht. „Das Urteil ist rechtskräftig. Der Richter hat ab dem Tag der Urteilsverkündung fünf Wochen Zeit, das Urteil schriftlich zu verkünden und der Staatsanwaltschaft zuzustellen“, erklärt Christian Weidlich, Pressesprecher am Landgericht Neubrandenburg. Man benötige ein ausformuliertes Urteil in Form einer Urkunde als Vollstreckungsgrundlage, fügt Staatsanwältin Beatrix Heuer hinzu.

Die Staatsanwaltschaft ist für die Vollstreckung der Haftstrafe zuständig. Sind die Akten dort angekommen, leitet der Rechtspfleger der Staatsanwaltschaft die Vollstreckung der Haft ein. „Dem Verurteilten wird eine Frist eingeräumt, in der persönliche Dinge regeln kann. Danach wird er zum Haftantritt geladen“, sagt Beatrix Heuer. Es sei daher eher unwahrscheinlich, dass Stefan E. Weihnachten im Gefängnis ist.

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