KAMPF GEGEN DAS CORONAVIRUS

Strasburgs Frauen nähen Masken im Akkord

In der Corona-Krise sind Atemmasken überall knapp und oftmals nicht zu bekommen. Auch in Strasburg gibt es jetzt Initiativen, die uneigennützig welche herstellen.
Während Nicole Regner (links) den Stoff zuschneidet, näht Gerline Maaß die Mundmasken. Die gelernte Schneideri
Während Nicole Regner (links) den Stoff zuschneidet, näht Gerline Maaß die Mundmasken. Die gelernte Schneiderin kommt einmal in der Woche in den Strasburger Arbeitslosentreff, ansonsten näht sie zu Hause. Fred Lucius
Strasburg.

Die Handgriffe sitzen. Kein Wunder, Gerlinde Maaß ist gelernte Herrenmaßschneiderin. Doch Mundmasken hat sie bislang nicht genäht. Aufgrund des Engpasses durch die Corona-Krise macht sie im Strasburger Arbeitslosentreff mit Hilfe weiterer Frauen wie Nicole Regner jetzt genau das. Bis Ende Februar war Gerlinde Maaß in der Nähstube über einen Ein-Euro-Job beim Arbeitslosenverband beschäftigt, jetzt ist sie dort über einen Nebenjob tätig.

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„Es kommen derzeit weniger Kunden in den Treff. Zugleich hatten wir eine Anfrage von Marianne Krüseler vom Seniorenbeirat der Stadt, ob bei uns nicht solche Mund- und Nasenmasken genäht werden können. Mit Frau Maaß sind wir dazu in der Lage“, erklärt Regine Hiller vom Arbeitslosentreff. Die Masken seien für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bestimmt. Die Anleitung habe man sich aus dem Internet besorgt. Die Mitarbeiter, die wie Nicole Regner über den Bundesfreiwilligendienst beschäftigt sind, dürften derzeit auch andere Tätigkeiten ausführen, sagt Regine Hiller.

Stoff-Spenden und Freiwillige willkommen

Als Stoff für die Masken dienen den Frauen Bettbezüge und Bettlaken, die zuvor noch einmal gewaschen wurden und die der Verband noch im Bestand hatte. „Wir nehmen auch Spenden mit den entsprechenden Stoffen entgegen“, sagt die Strasburgerin. Zugleich könnten sich beim Arbeitslosentreff Freiwillige melden, die ebenfalls Masken bei sich zu Hause nähen möchten.

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In Strasburg gibt es eine weitere „Masken-Initiative“, die von Unternehmerin Lieselotte Schröder vom Bürgerbündnis ausgeht. Als Betreiberin eines Modehauses hat sie in Prenzlau mit der Aktion angefangen und dann auch in Strasburg nach Freiwilligen gesucht. „Es haben sich Frauen bereit erklärt, mitzumachen. Die Masken sind für Pflegeheime und Pflegedienste vorgesehen“, sagt Liselotte Schröder, die für die Masken auch Stoff zur Verfügung stellt. Darüber hinaus nähen auch mehrere Frauen von Strasburger Feuerwehr-Kameraden Masken, wie Gemeindewehrführer René Gosse bestätigt.

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