„Unser Heimatbäcker“
Lila Bäcker bekommt neuen Geschäftsführer

Die „Unser Heimatbäcker GmbH“ stellt sich offenbar neu auf. Es hat gravierende Änderungen gegeben.  
Die „Unser Heimatbäcker GmbH“ stellt sich offenbar neu auf. Es hat gravierende Änderungen gegeben.
Rainer Marten

Die „Unser Heimatbäcker GmbH“ in Pasewalk, in der Region mit der Marke Lila Bäcker bekannt, hat einen neuen Geschäftsführer. Stefan Blaschak (49) trat überraschend die Nachfolge der Geschäftsführer Gerd Hundt und Dieter Möller an.

Die „Unser Heimatbäcker GmbH“ aus Pasewalk hat einen neuen Geschäftsführer. Die Gesellschafter haben am 8. Februar Stefan Blaschak (49) in dieses Amt berufen. Die Mitarbeiter wurden per Rundschreiben zu Beginn der Woche über diesen Wechsel informiert. Gründe für die Ablösung von Baschaks Vorgänger Gerd Hundt und Dieter Möller werden nicht genannt. Blaschak hat sich in dieser Woche in Pasewalk mit seinem neuen Aufgabengebiet vertraut gemacht. Für eine erste Reaktion war er am Freitag nicht zu erreichen.

Die Mitarbeiter in den Filialen nehmen den Geschäftsführerwechsel offenbar gelassen. In Pasewalk hieß es unter anderem von einer Verkäuferin, sie habe sich mit dem Thema und den Folgen noch gar nicht beschäftigt. „Wir machen unsere Arbeit, da bleibt keine Zeit für Spekulationen“, sagte sie.

Erfahrungen bei Berentzen, Philip Morris, Coca-Cola

Mit Stefan Blaschak kommt ein umtriebiger Geschäftsmann ins Amt, der eine vielschichtige Managerbiografie vorweisen kann. Der gebürtige Gelsenkirchner war von 2008 bis Ende 2012 Vorstandschef beim Spirituosenhersteller Berentzen. Stationen waren auch Philip Morris und Coca-Cola. Ursprünglich stammt der Mann aber aus der Käsebranche. Bei Baars Deutschland, einem Ableger des niederländischen Wessanen Konzerns, sorgte er seit 1999 für die Stabilisierung der Marke „Leerdamer“.

2004 wurde Blaschak stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bäckereikette Kamps. Mit der Übernahme des Geschäftsführerpostens in Pasewalk kehrt der Manager zu einer Branche zurück, in der er sich auskennt.

Zehntgrößtes Unternehmen in MV

Einem kürzlich veröffentlichten Ranking der NordLB zufolge ist die Kette das nach Mitarbeitern zehntgrößte Unternehmen des Landes.

Kommentare (5)

Herr Blaschak scheint ein guter neuer Mann zu sein. Man sagt ja immer: "Neue Besen kehren gut". Vielleicht packt er ja als erstes Mal die Namensgebung und das Design an. Ich mein, früher hießen die Teilketten doch auch mal deMäkelbörger oder deHavelbäker. Und für Templin, Prenzlau, Eberswalde, Angermünde und Schwedt könnte eine Teilkette "bi'de Ukraner" aufgestellt werden. WIr wollen auch bessere Löhne und höherwertige Zutaten für die angebotenen Backware, Chef. Punktesystem kann bleiben.

Corporate Identity? Dann werden Sie vielleicht auch verstehen warum es überall Lila Bäcker heißt. deMaek etc. ist schon lange Vergangenheit. Möchte der Kunde Ihre höheren Löhne und die Preise für andere Zutaten auch bezahlen? Einfach mal kurz in sich gehen und nachdenken.

ist markentechnisch nicht mehr zu toppen. Aufmerksamkeit ist das Maß aller Dinge in der Werbung. "Der lila Becker" geht runter wie Öl. Glauben Sie mir, der Name wurde nicht ohne Grund geändert. Zusammen mit der Farbe ist er einprägsam bis tief in unser Stammhirn aus der Urzeit. So einen Namen vergisst keier mehr.

Becker oder den Lila BÄcker? Dann schreiben Sie BÄcker auch richtig!

Seit die vielen Zusatzstoffe zu Lila Bäcker gemischt wurden kauf ich sie nicht mehr. Erstens viel zu teuer und zweitens schmeckt der Sch. nicht und das Brot ist nach 2 tagen fest wie Stein. Da nützt es auch nicht die Besen auszuwechseln! Es leben die kleinen Privatbäcker mit köstlichen Backwaren und natürlichen Beigaben.