SPORTVEREIN

Tauziehen um Geld für zweiten Penkuner Sportplatz

Langsam wird es eng: Der Penkuner Sportverein hat bis Ende November einen Aufschub bekommen, um eine Gesamtfinanzierung für den Bau des gewünschten zweiten Sportplatzes auf den Tisch zu legen. Nur dann fließen zugesagte Fördermittel vom Landessportbund. Kann die Stadt helfen?
Fred Lucius Fred Lucius
„Von der Ostsee bis zum Schlosssee – immer wieder PSV“: Um die 200 Mitglieder des Penkuner Sportvereins (PSV
„Von der Ostsee bis zum Schlosssee – immer wieder PSV“: Um die 200 Mitglieder des Penkuner Sportvereins (PSV) sorgten für richtig Stimmung vor Beginn der Infoveranstaltung zum Thema zweiter Sportplatz in der Regionalen Schule. Fred Lucius
Penkun.

Knapp 190.000 Euro fehlen dem Penkuner Sportverein (PSV) noch, um einen lang gehegten Wunsch finanziell abzusichern – den Bau eines dringend benötigten zweiten Sportplatzes. „Bis Ende November haben wir Aufschub bekommen, die Gesamtfinanzierung nachzuweisen“, sagte PSV-Vorstandsmitglied Thomas Wolf bei einer Infoveranstaltung zum Thema zweiter Sportplatz in der Regionalen Schule. Gelinge dieser Nachweis gegenüber dem Landesförderinstitut nicht, entfallen zugesagte Fördermittel vom Landessportbund in Höhe von 306.000 Euro. Weitere 100.000 Euro kommen aus dem Strategie- und Vorpommernfonds.

Der Verein selbst hat Thomas Wolf zufolge Spenden von in Höhe von knapp 13.000 gesammelt. Der Verein bittet nun die Stadt Penkun, die fehlende Summe von190.000 als freiwillige Leistung bereitzustellen. Wobei Thomas Wolf für den PSV zusichert, davon rund 60.000 an Spenden aufzubringen. „Für jeden Bürger im Einzugsbereich der Stadt Penkun wären das einmalig 30 Euro“, rechnet das Vorstandsmitglied vor. Der Verein habe notfalls die Zusage eines Bankinstituts für einen Kredit.

Bürgermeisterin stellt sich hinter das Projekt

Die Stadt Penkun ist nach den Worten von Bürgermeisterin Antje Zibell (CDU) angesichts des städtischen Defizits von rund 3,7 Millionen Euro nicht in der Lage, 190.000 Euro als freiwillige Leistung aufzubringen. „Ich plädiere trotzdem dafür, diese Summe in den Haushalt für 2020 einzustellen, um die Projektsicherheit zu gewährleisten und den Zuschuss vom Landessportbund abzusichern“, erklärte sie. Damit sich die benötigte Summe verringere, müsse der Verein aber die genannten 60.000 Euro an eigenen Einnahmen aufbringen. Die Stadt wolle sich bei der dann noch ausstehenden Summe von 130.000 Euro um weitere Fördermittel bemühen. „Ich hoffe, dass sich die Stadtvertreter für den Penkuner Sportverein positionieren“, erklärte die Bürgermeisterin.

Landkreis will helfen, eine Lösung zu finden

Nach Einschätzung von Dietger Wille, Finanzdezernent des Landkreises, gleicht die Finanzierung des Projektes einem „harten Segeln am Wind“. Fasse die Stadt einen entsprechenden Beschluss, gebe es auch Risiken. Die 130.000 Euro und die 60.000 Euro seien noch nicht da. „Wenn das Geld ausfällt, bedeutet das einen tiefen Einschnitt für die Stadt“, machte Wille deutlich. Als Konsequenz könne das bedeuten, dass die Pläne für die Sanierung des Schulgebäudes später umgesetzt werden oder die Steuern erhöht werden müssen. Der Landkreis wolle helfen, eine Lösung zu finden.

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