Polizei
Unbekannte verunstalten Stolpersteine in Strasburg

Im Juni 2017 wurden in Strasburg die ersten Stolperteine verlegt, die jetzt mit Aufkleber verunziert wurden.
Im Juni 2017 wurden in Strasburg die ersten Stolperteine verlegt, die jetzt mit Aufkleber verunziert wurden.
Foto: Archiv/Fred Lucius

In der Strasburger Region gibt es offenbar Menschen, die Probleme mit der Erinnerungskultur der Stadt haben. Am Wochenende wurden die Stolpersteine mit fremdenfeindlichen Aufklebern versehen.

In der Nacht zum Samstag haben Unbekannte in Strasburg die Stolpersteine in Erinnerung an jüdische Mitbürger verunstaltet. Sie wurden mit fremdenfeindlichen Aufklebern versehen. Bürger stellten das am Sonnabendvormittag fest und informierten die Polizei.

Auf den Aufklebern standen die Namen von deutschen Staatsbürgern, die angeblich durch Zuwanderer angegriffen wurden, informierte das Polizeipräsidium Neubrandenburg. „Den Polizeibeamten des Polizeihauptreviers Pasewalk gelang es, die Aufkleber rückstandslos von den Steinen zu entfernen und sicherzustellen. Die weiteren Ermittlungen führt der Bereich Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam“, teilte der diensthabende Polizeiführer Jens Unmack mit.

Gedenkstein für desertierte Wehrmachtssoldaten

Innerhalb weniger Tage war das eine zweite Attacke gegen eine Stätte der Erinnerungskultur in der Stadt. Vor dem Volkstrauertag wurde der Gedenkstein für im Frühjahr 1945 desertierte Wehrmachtssoldaten in Boldtshof bei Strasburg geschändet. Der Stein wurde mit roter Farbe übergossen.

Der Findling, im April 2016 aufgestellt, ist an dieser Stelle bereits der zweite Gedenkstein. Vor dem Volkstrauertag im Jahr 2015 wurde ein Granit-Kreuz mit der Aufschrift „Zum Gedenken an deutsche Deserteure, hier erschossen im Frühjahr 1945“ aus der Verankerung gerissen und gestohlen. Die Stolpersteine, erst im Juni 2017 in Strasburg verlegt, erinnern an Strasburgs jüdische Mitbürger Martha und Siegfried Wiersch sowie deren Söhne Bertold und Erich.

Kommentare (11)

[Anm.d.Red.: Kommentar gelöscht. Wir dulden auf unserer Seite keine Relativierungen und Verharmlosungen von NS-Verbrechen.]

Das ging ja fix. Da wollte ich gerade auf den hanebüchenen Kommentar des Nicht-Patrioten Elionore antworten und schon ist er, mit absolut passender Begründung, wech. So geht wehrhafte Demokratie. Danke!

Wenn die geistigen Ausdünstungen dieser rechtsradikalen Person "Elionore" strafrechtlich relevant gewesen sein sollten, dann hätte man nen Screenshot gleich an die Polizei weiterleiten sollen. Sonst macht diese "Person" nämlich einfach so weiter.

Viele Deutsche haben aufgrund des mittlerweile seit 73! Jahren nicht mehr existenten sogenannten "Dritten Reiches" gewaltige Schuldkomplexe, obwohl selbst deren Eltern damals noch gar nicht lebten. Hinzu kommt bei diesen Leuten eine riesige Angst, geschürt von den Medien (Film, Funk & Fernsehen), daß "so etwas schlimmes" noch mal passiert. Mit über 40.000 "Stolpersteinen" und den überaus hässlichen schwarzen Stelen mitten in Berlin (sogenanntes Holocaust-Denkmal) werden diese Schuld- und Angstgefühle tagtäglich aufs neue ins Unterbewußtsein der meisten Deutschen transportiert und unser einst so tapferes und mutiges Volk geht den Bach runter.

Denkmäler dienen in ihrer Eigenart dazu an Dinge zu erinnern. Dieses "tapfere und mutige Volk" hat sich, um die Rhetorik des Leitwolfes zu benutzen als zu schwach und unfähig im Völkerringen erwiesen. Daran zu erinnern zu was Menschen aus der eigenen Schwäche neigen hat sich scheinbar nicht tief genug eingebrannt ins kollektive Bewusstsein der Relativbraunen.

Ich teile Ihre Ansicht vollkommen.

Ihre Ansicht natürlich!

Wenn Sie solche Angst- und Schuldgefühle haben, die Sie offensichtlich quälen, sollten Sie sich dringend Hilfe bei einem Psychotherapeuten suchen. Verantwortung für die Zukunft durch Lernen aus der Vergangenheit (ohne Schuldgefühle) ist dagegen etwas, das die Mehrheitsgesellschaft jeden Tag auszeichnet.

eines Tages viele Jahre nach uns werden Andersdenkende sie entfernen und das offenbaren was uns der rot grüne Mainstream uns heute vorenthält - von nichts kommt nichts - geschichtlich historische Fakten kann man auf Dauer nicht verleugnen - was diese Erinnerungskultur betrifft, ja, es wurden Juden umgebracht und leider hat es die Falschen getroffen

Ach, der notorische Holocaustleugner und -relativierer OteErwerth ist auch da und spuckt Gift und Galle. Allein wegen und für solche Hetzer ist es wichtig, an die vielfältigen Opfer der Gewaltherrschaft zu erinnern: der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.

Erinnerung dringend notwendig - wer den H leugnet hat wahrlich niches begriffen - macht euch schlau ueber die Strippenzieher in beiden Kriegen